Verbraucherschutzministerin kritisiert Google Buzz

Recht, Politik & EU Die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner übt erneut Kritik an einem Produkt des Internetkonzerns Google. Besonders an dem Umgang mit den privaten Daten fühlt sich Aigner bei Google Buzz gestört. Sie spricht von einem bedeutsamen Eingriff in die Privatsphäre, wenn Kontaktdaten aus einem Mailprogramm veröffentlicht werden, indem sie mit den Kontakten andere Nutzer verknüpft werden.

Da Google weltweit Millionen von persönlichen Kontakten verwaltet, ergibt sich für den US-amerikanischen Internetkonzern eine ganz besondere Verpflichtung gegenüber dem Verbraucher. In erster Linie müsse Google dafür sorgen, vor Freischaltung eines neuen Dienstes den Schutz privater Daten zu gewährleisten, sagte Aigner.

Aigner erschreckt es, wenn ein Unternehmen nicht einmal Respekt vor privaten Daten seiner Kunden und unbeteiligter Dritter hat, sagte die Bundesverbraucherschutzministerin gegenüber 'Focus'.

Vor wenigen Tagen forderte das Electronic Privacy Information Center (EPIC) eine Untersuchung von Google Buzz durch die Regulierungsbehörde Federal Trade Commission (FTC). Die Datenschützer kritisierten dabei insbesondere, dass die Nutzer von Google Mail automatisch zu Testern eines noch nicht ausgereiften Dienstes geworden sind.

Überdies muss sich der Internetkonzern nun einer Sammelklage stellen, da angeblich unerlaubt persönliche Daten veröffentlicht wurden. Die Hauptklägerin Eva Hibnick aus Florida verlangt nun Schadenersatz und strebt eine Verfügung gegen Google an, die das Unternehmen davon abhalten soll, in Zukunft ähnliche Fehler zu begehen.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!