20 Jahre lang Datenschutz-Stresstests bei Google
Hintergrund dessen war der Start des Social-Blogging-Dienstes Google Buzz. Hier wurden automatisch alle Anwender als Freunde hinzugefügt, mit denen man jemals über Google Mail in Kontakt stand. Da die meisten Nutzer aber nicht nur mit gern gesehenen Bekannten per E-Mail kommunizieren, kam es dazu, dass plötzlich auch Menschen, mit denen man auf keinen Fall mehr etwas zu tun haben will, in der Freundesliste auftauchten.
Verhindern konnten die Nutzer dies nur schwer. Hinzu kam, dass die Liste für jeden anderen Buzz-Nutzer einsehbar war. Deshalb schalteten sich die Behörden ein und untersuchten den Vorfall. Für die FTC war das Problem offenbar so schwerwiegend, dass Google nur mit größeren Zugeständnissen eine Einstellung des Verfahrens erreichen konnte.
Die Vereinbarung zwischen dem Konzern und der Behörde sieht nun vor, dass Google sich in den kommenden 20 Jahren regelmäßig unabhängigen Datenschutz-Prüfungen unterziehen muss. Das Unternehmen ist außerdem verpflichtet, für eine transparente Darstellung dessen zu sorgen, was mit den gesammelten Informationen über einen Nutzer geschieht.
Eine Weitergabe von Daten an Dritte setzt außerdem eine ausdrückliche Zustimmung des Anwenders voraus. Weiterhin verpflichtete sich Google im Rahmen der Einigung darauf, ein Datenschutz-Programm zu entwickeln und als stetigen Prozess weiterzuführen, mit dem die internen Prozesse im Unternehmen einer ständigen Prüfung unterzogen werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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