Neuer Klima-Supercomputer in Hamburg eingeweiht
Mit einer Spitzenrechengeschwindigkeit von 158 Teraflops ist das neue System etwa 60-mal leistungsstärker als sein Vorgänger. Der neue Supercomputer wird in der Lage sein, sogar Wirbelstürme und sehr kleine Meereswirbel zu modellieren. Ein wesentlicher Teil der Ergebnisse wird in den Berichten des Weltklimarats IPCC verwendet und gehört zu den weltweit führenden Klimavorhersagen.
Ein Großteil der wissenschaftlichen Grundlagen für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen stammt aus den Berechnungen des DKRZ in Hamburg. Der mit 35 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Rechner des Herstellers IBM kann die weltweit anerkannten Klimamodelle mit noch höherer räumlicher Auflösung berechnen als bisher, teilten die Forscher mit. Damit sind die Wissenschaftler in der Lage, vor allem regionale Klimaphänomene exakter vorherzusagen.
Das Archiv des neuen Hamburger Supercomputers kann mehr als 60 Petabyte Daten speichern, das entspricht etwa 13 Millionen DVDs. 56 Roboterarme bedienen die 65.000 Magnetbandkassetten, auf denen das weltweit größte Klimadatenarchiv gespeichert ist. Der Supercomputer Blizzard wiegt insgesamt 35 Tonnen und seine Komponenten sind mit über 50 Kilometer Kabel miteinander verbunden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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