DFL geht gegen Fussball-Livestreams.de vor

Recht, Politik & EU Das Unternehmen Deutsche Fußball Liga (DFL), von der die beiden oberen Profi-Bundesligen ausgerichtet werden, geht erneut gegen vermutlich illegale Fußball-Angebote im Internet vor. Das Landgericht Frankfurt habe auf ihr Betreiben hin gegen den Betreiber des Web-Auftritts Fussball-Livestreams.de eine einstweilige Verfügung erlassen. Der Betreiber muss nun alle auf seiner Homepage gelisteten Links, die zu illegalen Live-Übertragungen von Bundesliga-Spielen im Internet führen, entfernen.

Bei Zuwiderhandlung drohe unter anderem eine Zahlung von Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro. "Das ist keine Bagatelle. Wir werden mit Nachdruck die Rechte unserer Lizenzpartner schützen, die für die Clubs eine wesentliche Refinanzierungssäule darstellen", sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender.

Betrieben wird die Seite von einem Mann aus München. Die Frage, ob sein Angebot wirklich illegal ist, wird allerdings wohl letztlich ein Gericht klären müssen. Immerhin stellt er die fraglichen Streams nicht selbst bereit. Die Seite ist somit eher mit einem Torrent-Portal vergleichbar, das lediglich auf andere Angebote verweist, die zumeist zwar in Deutschland, aber nicht zwingend in den Ländern, in denen sie bereitgestellt werden, gegen geltende Rechte verstoßen.
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