Frankreich: Neuer Supercomputer für Atomtests

Supercomputer Die französische Regierung hat den Bau eines neuen Supercomputers in Auftrag gegeben, der zur Simulation von Atomwaffen-Tests eingesetzt werden soll. Das berichtete die Tageszeitung 'La Tribune'. Das System mit der Bezeichnung "Tera 100" soll im kommenden Sommer in Betrieb gehen. Der Standort ist Bruyères-le-Châtel in der Nähe von Paris. Der Supercomputer wird aus einem Cluster aus NovaScale-Computern bestehen, die bereits beim Vorgängermodell Tera 10 zum Einsatz kamen.

Dessen Rechenleistung wird allerdings um das 20-fache übertroffen, hieß es. Tera 100 soll es nach der Fertigstellung auf eine Performance von einem Petaflops bringen. Die französische Regierung investiert eine Summe zwischen 50 Millionen Euro und 70 Millionen Euro in das Projekt.

Frankreich musste sich im Jahr 1996 aufgrund des massiven öffentlichen Drucks von realen Atomwaffenversuchen zurückziehen. 1995 ließ das Land mehrere Sprengköpfe auf Atollen im Südpazifik zünden. Weltweit kam es zu Demonstrationen und Boykottaufrufen gegen die damalige französische Regierung. Das führte unter anderem mit dazu, dass Frankreich schließlich die UN-Resolution zum Verbot von Kernwaffentests unterzeichnete, unter der allerdings bis heute die Unterschriften der USA, des Iran, Nordkoreas und sechs weiterer Staaten fehlen.
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