Chinesische Forennutzer müssen sich ausweisen
Nur mit der Angabe des vollen Namens und einer Identitätsnummer können die chinesischen Internetnutzer Kommentare auf Webseiten hinterlassen und sich auf diese Weise mit anderen Nutzern austauschen, berichtet das Online-Portal Golem. Für die Vergabe dieser ID ist der Staat zuständig. Diese besagte Nummer enthält Angaben zum Wohnort und das Geburtsdatum.
Die großen chinesischen Nachrichtenportale, dazu zählen unter anderem Sina, Netease und Sohu rufen seit August dieses Jahres die anonymen Nutzer ihrer Dienste dazu auf, ihren Namen sowie die erwähnte ID anzugeben. Bestätigt wurde diese Tatsache bereits von mehreren Chefredakteuren der Internet-Portale.
Ursprünglich wurde diese Anweisung offenbar vom State Council Information Office herausgegeben. Auf eine offizielle Bekanntmachung scheint man jedoch verzichtet zu haben. Nichtsdestotrotz ist diese Direktive bereits auf mehreren Portalen zum Einsatz gekommen.
Im weiteren verspricht sich die Regierung von diesem Vorhaben mehr Höflichkeit im Internet und eine gesteigerte soziale Verantwortung.
Gänzlich ausgereift scheint das neue System jedenfalls noch nicht zu sein. Angeblich soll es einigen Redakteuren bereits gelungen sein, sich unter einer falschen ID und einem anderen Namen anzumelden.
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