China: Games-Anbieter sorgte mit DoS für Ausfälle
Federführend in dem Vorfall ist ein 23-Jähriger, der sich von seinem schmalen Lohn in einer Baumwollfabrik einige private Server zulegte. Über diese bot er Online-Games an. Solche Angebote, die unter anderem auch unlizenzierte Versionen von World of Warcraft und anderen Games bereitstellen, sind in China relativ verbreitet.
Die erhofften Erträge aus dem Geschäft blieben jedoch weitgehend aus, berichtete die chinesische Polizei. Unter anderem, weil andere kleinere Anbieter die Server des Mannes immer wieder mit DoS-Attacken angriffen und so deutlich verlangsamten.
Der Betreiber investierte daraufhin selbst noch einmal kräftig in eine Reihe von Servern, mit denen er zum Gegenangriff übergehen wollte. Allerdings brachten die Attacken wegen der geringen technischen Kenntnisse von ihm und seinem technischen Assistenten nicht den gewünschten Erfolg.
Im Internet suchte man daher nach einem Spezialisten. Bei einem Entwickler gaben sie schließlich ein Programm in Auftrag, dass ihnen helfen sollte. Die Software startete einen durchaus effektiven Angriff - allerdings nicht direkt gegen die Server der Konkurrenz, sondern gegen einen größeren Betreiber von DNS-Servern.
Dadurch konnten verschiedene andere Online-Gaming-Angebote nicht mehr genutzt werden. Aber auch zahlreiche andere Webseiten waren für viele Internet-Nutzer nicht mehr erreichbar. Da die DNS-Server bei Überlast ihre Anfragen automatisch an weitere Systeme bei der China Telecom weiterleiteten, kam es auch dort zu massiven Problemen. Der Drahtzieher des Angriffes und drei seiner Helfer wurden nun von der Polizei verhaftet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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