WSJ-Herausgeber: "Google ist ein digitaler Vampir"
Der Konzern sauge der Zeitungsbranche das Blut aus, erklärte er. Der Ton in der schon lange andauernden Auseinandersetzung zwischen der Suchmaschine und den Verlagen wird somit offenbar schärfer. Hinton gestand allerdings auch ein, dass die Branche die derzeitige Position Googles mit zu verantworten hat.
Die großen Medienhäuser beklagen, dass sie ihre Inhalte im Web kaum mehr über kostenpflichtige Zugänge verkaufen können. Immerhin liegen Gratis-Angebote in den Trefferlisten der Suchmaschinen nur einen Klick entfernt. Ihr Informationsmonopol schwindet so zusehends.
Insbesondere Googles Philosophie, den Nutzern Inhalte möglichst einfach zugänglich zu machen, ist den Verlegern dabei ein Dorn im Auge. "Google hat sein Dasein nicht an sich als digitaler Vampir begonnen. Man muss ihnen zugute halten, dass das Nachrichten-Business selbst Googles Geschmack für seine Art Blut erzeugt hat", so Hinton.
Indem man damit begann, Inhalte frei zugänglich ins Netz zu stellen, habe man sich in Googles Fänge begeben. "Wir werden wohl nie erfahren, was passiert wäre, wenn die Zeitungen einen anderen Weg eingeschlagen hätten", so Hinton weiter.
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Christian Kahle
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