Musikindustrie will 'The Pirate Bay' abschalten lassen

Filesharing Vertreter der Musikindustrie fordern nach der Verurteilung der Betreiber des BitTorrent-Trackers "The Pirate Bay" eine sofortige Einforderung der verhängten Strafzahlung. Außerdem wollen sie eine endgültige Sperrung des Portals durchsetzen. Die Plattenfirmen EMI, Sony, Warner und BMG gehen dazu nun gegen den Hosting-Provider von The Pirate Bay vor. Die Firma Black Internet soll nach dem Willen der Musikfirmen aufhören, ihre Bandbreite für das Torrent-Portal zur Verfügung zu stellen, meldet die schwedische Zeitung 'Dagens Nyheter'.

Die Unternehmen haben den Angaben zufolge beim für das Verfahren gegen The Pirate Bay zuständigen Gericht einen entsprechenden Antrag eingereicht. Darüber hinaus verlangen sie, dass die Betreiber Maßnahmen ergreifen, um die weitere Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte zu unterbinden.

Bei Tests sei es möglich gewesen, 467 Musikalben herunterzuladen, für die die Plattformen die Rechte besitzen. Die Erfolgsaussichten für die Forderungen der Musikindustrie sind unterdessen eher gering, da die Server von The Pirate Bay in Ländern stehen, in denen ihr Betrieb bisher vollkommen legal möglich ist.

Noch hat das Gericht zudem nicht über einen Berufungsantrag der zu einem Jahr Haft und mehreren Millionen Euro verurteilten The Pirate Bay-Betreiber entschieden. Sie befinden sich deshalb weiterhin auf freiem Fuß. Experten gehen außerdem davon aus, dass das Verfahren noch lange nicht beendet ist und einige weitere Jahre in Anspruch nehmen könnte.
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