Social Web essentiell für Beziehungen Jugendlicher

Social Media Angebote des sogenannten "Social Web", also Social Networks, Video-Communities, Instant Messaging-Dienste, Weblogs und Wikis sind in den Alltag von Jugendlichen wie selbstverständlich integriert. Vor allem für ihr "Beziehungsmanagement" hat es mittlerweile eine überragende Bedeutung. Allerdings kollidiert diese Bedeutung mit wesentlichen Aspekten des Daten- und Nutzerschutzes sowie der Transparenz, so eine neue Studie der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen. Hieraus würden sich verstärkt Forderungen an die Betreiber solcher Angebote ableiten.

Das "Web 2.0" steht danach einerseits für besondere Chancen, die sich daraus ergeben, dass die Internet-Nutzerinnen und -Nutzer nicht nur selbst Inhalte anbieten, sondern auch das Netz für die verschiedensten Formen von Beziehungspflege nutzen können.

Andererseits steht es aber auch für besondere Risiken wie problematische Online-Bekanntschaften, die Preisgabe privater Daten, ohne, dass sich deren Verbreitung anschließend kontrollieren lässt, "Cybermobbing" und Hassgruppen. Die Untersuchung basiert u. a. auf einer Repräsentativbefragung von insgesamt 650 Jugendlichen.

Angesichts der Bedeutung von Social Web-Angeboten für Heranwachsende sowie der Risiken liege bei den Anbietern eine erhebliche Verantwortung, so die LfM. Diese werde dadurch verstärkt, dass einige von diesen Angeboten, z. B. SchülerVZ und StudiVZ, enorme Reichweiten erzielen. Die Befunde der Studie bekräftigen die Dringlichkeit, dass die Anbieter den Weg fortsetzen, der mit den jüngsten Verhaltensregeln für Netzwerkplattformen beschritten wurde, hieß es.
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