Missbrauchsopfer richten sich gegen Netzsperren
Laut Bahls werde nun zwar in die relativ unwirksamen Netzsperren investiert, nicht aber in eine entsprechende Ausbildung der BKA-Beamten, die für die Verfolgung des Kindesmissbrauchs zuständig sind.
"Ich habe ihr (der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, A.d.R.) eine Email geschrieben, dass es laut der norwegischen Liste einen aktiven Server gibt, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent in Deutschland steht, höchstwahrscheinlich in Kiel. Das BKA behauptet, dass es nicht weiß, wo die Server sind", so Bahls weiter.

Standorte von Kinderporno-Servern weltweit (Quelle: Mogis)
Sein Verein wolle sich dafür einsetzen, dass die Inhaber der Server effizient bestraft werden. "Und über die Inhaber kommt man vielleicht auch an Leute, die so etwas herstellen und kann so verhindern, dass weitere Kinder missbraucht werden. Der Missbrauch muss unterbunden werden. Das aber geschieht nicht dadurch, dass die Bundesregierung ihren Bürgern Scheuklappen aufsetzt", fuhr Bahls fort.
Auch andere Kritiker der Netzsperren hatten bereits angemerkt, dass das Argument, die meisten Server stünden unerreichbar in Übersee, nicht mit der Realität übereinstimmt. Ein großer Teil der Anbieter setzt demnach wegen der guten Qualität auf Hosting-Angebote in den USA und Deutschland.

Standorte von Kinderporno-Servern in Europa (Quelle: Mogis)
Der Kinderschutz-Verein CareChild hatte kürzlich in einem Test nachgewiesen, wie einfach sich kinderpornographische Angebote aus dem Netz entfernen lassen: Die auf der dänischen Sperrliste enthaltenen Seiten wurden geprüft und die jeweiligen Provider angeschrieben.
"Im Ergebnis waren 16 Internetdomains, die sich auf der dänischen Sperrliste befanden Geschichte, einige sogar dauerhaft. Bei 4 Domains teilten die Provider mit, es handele sich nicht um illegales Material oder der Seitenbetreiber hätte sogenannte "record keeping documents" vorgelegt, aus denen das (volljährige) Alter der Darsteller hervorgeht", so der Verein.
"Ich habe ihr (der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, A.d.R.) eine Email geschrieben, dass es laut der norwegischen Liste einen aktiven Server gibt, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent in Deutschland steht, höchstwahrscheinlich in Kiel. Das BKA behauptet, dass es nicht weiß, wo die Server sind", so Bahls weiter.

Standorte von Kinderporno-Servern weltweit (Quelle: Mogis)
Sein Verein wolle sich dafür einsetzen, dass die Inhaber der Server effizient bestraft werden. "Und über die Inhaber kommt man vielleicht auch an Leute, die so etwas herstellen und kann so verhindern, dass weitere Kinder missbraucht werden. Der Missbrauch muss unterbunden werden. Das aber geschieht nicht dadurch, dass die Bundesregierung ihren Bürgern Scheuklappen aufsetzt", fuhr Bahls fort.
Auch andere Kritiker der Netzsperren hatten bereits angemerkt, dass das Argument, die meisten Server stünden unerreichbar in Übersee, nicht mit der Realität übereinstimmt. Ein großer Teil der Anbieter setzt demnach wegen der guten Qualität auf Hosting-Angebote in den USA und Deutschland.

Standorte von Kinderporno-Servern in Europa (Quelle: Mogis)
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Christian Kahle
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