IBM: Conficker wohl stärker verbreitet als gedacht

Viren & Trojaner Der Conficker-Wurm ist offenbar stärker verbreitet als bisher angenommen. Dies vermeldet zumindest Internet Security Systems (ISS), die Sicherheits-Sparte des IT-Konzerns IBM. Binnen 24 Stunden haben die Experten von ISS demnach rund 2 Millionen Rechner im Internet gescannt und nach Spuren von Conficker gesucht. Das Ergebnis: 4 Prozent der Rechner waren befallen. Auch wenn man bedenkt, dass es sich um den aggressivsten Wurm der letzten Jahre handelt, überraschten diese Zahlen.

"Das ist mehr, als wir erwartet haben. Ich nahm an, letztlich einen Wert von 1 bis 2 Prozent zu erhalten", sagte Holly Stewart, Sicherheitsexperte bei ISS. Gesucht wurde dabei nach der neuesten Version Conficker.C, die nach selbstständigen Updates der Malware aktuell am aktivsten ist.

Schätzungen zur Verbreitung gingen nach absoluten Zahlen bisher von einigen hunderttausend bis maximal 4 Millionen befallenen Systemen aus. Rechnet man die Untersuchungsergebnisse von ISS auf die Gesamtzahl der Windows-PCs im Internet hoch, dürften es aber doch einige zehn Millionen sein.

Es könnte zwar sein, räumen die Experten ein, dass man zufällig ein Spektrum an IP-Adressen scannte, in dem die besonders anfälligen privaten Breitbandnutzer überdurchschnittlich hoch vertreten sind. Doch auch dann wäre die Zahl der infizierten Systeme immens hoch und auf jeden Fall im obersten Bereich der bisherigen Schätzungen anzusiedeln.
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