Spiele-Publisher THQ streicht 25 Prozent aller Stellen

Wirtschaft & Firmen Der Spiele-Publisher THQ meldet für das vierte Quartal 2008 einen schweren Verlust. Insgesamt verliert das Unternehmen 191,8 Millionen US-Dollar. Analysten rechneten bis zuletzt mit einem Gewinn von 7 US-Cent pro Aktie. Auch der Umsatz brach im Jahresvergleich ein. Mit 357 Millionen US-Dollar liegt THQ 30 Prozent unter den Werten aus dem Vorjahr. THQ-Chef Brian Farrell gab zu, dass die Videospielebranche im letzten Jahr insgesamt gewachsen ist, sein Unternehmen daran aber nicht vollkommen teilhaben konnte. Aus diesem Grund werden jetzt Konsequenzen gezogen.

Bereits im November hatte Farrell Sparmaßnahmen angekündigt. Durch die Entlassung von 250 Mitarbeitern konnten rund 120 Millionen US-Dollar eingespart werden. Jetzt sollen weitere 100 Millionen US-Dollar auf die hohe Kante gepackt werden. Dazu ist der Abbau von 600 Arbeitsplätzen nötig. Das entspricht einem Viertel der Belegschaft.

Bisher rechnete THQ damit, dass im aktuellen Geschäftsjahr, das im März 2009 endet, bis zu 900 Millionen US-Dollar Gewinn gemacht werden können. Die Restrukturierung wird die Bilanz allerdings stark beeinflussen, prophezeite Farrell. Für das letzte Quartal rechnet er nun mit einem Ergebnis, das deutlich unter den Erwartungen liegt.
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