Porno-Surfen gefährdet Gelder für US-Wissenschaftler

Recht, Politik & EU Die Finanzierung der National Science Foundation (NSF) der USA ist offenbar durch das Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter gefährdet. Diese sollen zu häufig Pornographie im Internet konsumieren. Der republikanische US-Senator Charles Grassley, Mitglied des Finanzausschusses, hat den US-Kongress aufgefordert, eine Untersuchung hinsichtlich der unsachgemäßen Nutzung der Internet-Anschlüsse bei der NSF durchzuführen, berichtete die Nachrichtenagentur AP.

In seinem Schreiben teilte er mit, ihm lägen Informationen über einen umfangreichen Missbrauch der Netzanbindungen durch eine ganze Reihe von Mitarbeitern der Organisation vor. Dies hätten Prüfungen durch seinen Ausschuss ergeben.

Demnach soll beispielsweise ein führender Mitarbeiter bis zu 20 Prozent seiner Arbeitszeit in einem Zeitraum von zwei Jahren mit der Nutzung von Erotik-Chats und entsprechender Webseiten verbracht haben. Diese "Arbeitszeit" habe den Steuerzahler allein 40.000 Dollar gekostet. Bei verschiedenen anderen NSF-Beschäftigten soll es ähnlich aussehen.

Von Seiten der NSF hieß es, dass man den Bericht des Senators sehr ernst nehme und bereits eigene Untersuchungen in die Wege geleitet habe. Im Zuge dessen seien bereits drei Mitarbeiter entlassen worden, gegen andere wurden Disziplinarmaßnahmen eingeleitet.

Eine Kürzung der Mittel für die NSF könnte schwerwiegende Folgen für die wissenschaftliche Forschung in den USA haben. Die Organisation erhält vom Staat jährlich 6 Milliarden Dollar - die Hälfte davon vom Kongress. Mit diesem Geld finanziert sie zu rund 20 Prozent die Grundlagenforschung an US-Universitäten.
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