Berlin: Kitas wollen biometrische Systeme einsetzen

Datenschutz Berliner Kindergärten, die sich in Trägerschaft der evangelischen Kirche befinden, sollen in den kommenden Monaten mit Systemen zur Erfassung von Fingerabdrücken ausgestattet werden. Ein Pilotprojekt lief in der Einrichtung "Zion" in Berlin-Mitte an. Geben Eltern ihre Kinder ab, sollen sie ihren Fingerabdruck hinterlassen. Diesen müssen sie erneut abgeben, wenn sie ihren Nachwuchs später wieder abholen wollen.

Der Kirchenkreis Stadtmitte will das Biometrie-Projekt zukünftig auf 17 weitere Kindergärten ausdehnen. Dies hätten sich die Beschäftigten gewünscht. Demnach herrsche bei der Abholung der Kinder häufig einiges an Durcheinander, in dem sich die Kontrolle nur schwer gewährleisten lasse.

Hinzu komme, dass die meisten Mitarbeiter nur Teilzeitjobs haben. Morgens und Nachmittags sind also meist andere Betreuer anwesend. Anhand der erfassten Daten soll schneller erkennbar sein, ob ein Kind bereits abgeholt wurde oder aus anderen Gründen derzeit nicht in seiner Gruppe ist. Den Zugang Unbefugter zum Kindergarten verhindere das System allerdings nicht.

Allerdings ist es inzwischen fraglich ob das Projekt wie geplant weitergeführt werden kann. Die Eltern von zwei Kindern haben bereits Beschwerde gegen die Datenerfassung eingereicht. Auch Detlef Rückert, Datenschutzbeauftragter der evangelischen Kirche, will sich das System näher ansehen.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!