Interpol will Zentraldatenbank für Gesichts-Biometrie

Recht, Politik & EU Die internationale Kriminalbehörde Interpol strebt den Aufbau einer globalen Datenbank an, in der biometrische Daten aus der Gesichtserfassung bei gesuchten Beschuldigten gespeichert werden. Diese soll dann beispielsweise mit den Biometrie-Systemen auf Flughäfen gekoppelt werden, die in einigen Ländern bereits eingeführt wurden. Die Ermittler versprechen sich davon eine bessere Identifizierung von mutmaßlichen Tätern, die sich ins Ausland abgesetzt haben.

Interpol betreibt bereits internationale Datenbanken für Fotos, Fingerabdrücke und DNA-Analysen. Wie bei diesen sollen die nationalen Behörden nach eigenem Ermessen Informationen hochladen können, die für die grenzüberschreitende Polizeiarbeit von Interesse sein könnten.

Da sich biometrische Systeme auf mehreren großen Flughäfen bereits im Test- oder Regelbetrieb befinden, könnte deren Vernetzung über eine zentrale Datenbank schnell umgesetzt werden. Mark Branchflower, Leiter der Datenabteilung von Interpol, schlug außerdem eine Anbindung an Passsysteme an, um Reisende mit gefälschten Dokumenten besser identifizieren zu können.
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