PDC: Windows Vista spielt kaum noch eine Rolle
Offenbar hat Microsoft eingesehen, dass mit Vista bei den Kunden nicht mehr gepunktet werden kann. Zwar hatte Konzernchef Steve Ballmer stets den Erfolg des Betriebssystems betont, vor allem das Unternehmensgeschäft sprach aber eine deutlich andere Sprache.
Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Gartner zufolge sind beispielsweise nur und 10 Prozent der Großkunden auf Windows Vista gewechselt. So konnte Ballmer zwar verkünden, dass 180 Millionen Lizenzen vertrieben wurden. Er musste aber eingestehen, dass diese zum größten Teil an Privatkunden gingen - zum wesentlichen Teil vermutlich als OEM-Kopien auf neuen Computern.
Vor allem die hohen Hardware-Anforderungen Vistas machten das Betriebssystem für viele Unternehmen uninteressant. Bisher funktionierte das System zwischen PC-Herstellern und Microsoft sehr gut: Neue Betriebssysteme brachten stets neue Features, die nur mit aktueller Hardware eingesetzt werden konnten.
Inzwischen sind auch nicht mehr ganz aktuelle Rechner aber leistungsfähig genug, die benötigten Features bereitzustellen. Für Firmen war es daher nicht nötig, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten neue Rechner für ein Betriebssystem zu erwerben, dass kaum wesentliche Vorteile im Arbeitsalltag bringt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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