Scientology-Gegner wegen DDoS-Angriff vor Gericht

Hacker In den USA muss sich ein Online-Aktivist aus Verona, New Jersey, wegen eines Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffs auf die Server von Scientology vor Gericht verantworten. Der 18-jährige Dmitriy Guzner hatte die Attacke gemeinsam mit anderen Anhängern der Gruppe "Anonymous" durchgeführt. Der lose Zusammenschluss von Internet-Nutzern weltweit machte bereits mehrfach mit Aktionen gegen die Religionsgemeinschaft auf sich aufmerksam. Diese laufen unter dem Titel "Project Chanology".

Guzner ist nach Angaben der Ermittler geständig und bereit, eine Geldstrafe in Höhe von 37.500 Dollar zu zahlen. Das genaue Strafmaß wird allerdings erst im Laufe des Gerichtsverfahrens festgesetzt, dass in den kommenden Wochen stattfinden soll. Die Höchststrafe liegt bei zehn Jahren Gefängnis.

An der DDoS-Attacke beteiligten sich zahlreiche Nutzer, die sich Anonymous zugehörig fühlen. Sie nutzten dabei eine Software, die von einigen Programmierern der Gruppe erstellt wurde. Zeitgleich starteten sie von ihren Rechnern aus die Programme, die den Webserver Scientologys mit zahlreichen Anfragen fluteten.

Zeitgleich erfolgten auch auf andere Kommunikationswege. So wurden ununterbrochen komplett schwarze Seiten an die Fax-Nummern geschickt. Viele Aktivisten riefen außerdem ununterbrochen bei Scientology an, um die Telefonverbindungen zu blockieren.
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