Arbeitsspeicher-Preise weiter im steilen Sturzflug
Der durchschnittliche Preis für alle DRAM-Bausteine sank allein in der letzten Woche um weitere 5,6 Prozent. Pro Gigabit werden demnach aktuell 1,45 Dollar verlangt. Im Vergleich zum Ende des zweiten Quartals ist das inzwischen 36,2 Prozent weniger.
Im Verlauf des dritten Quartals gab es nicht eine Woche, die den Herstellern etwas Erholung gebracht hätte. Die Preise gingen beständig zurück. Die Reaktionen aus der Branche sind allerdings durchaus gemischt.
So kündigte Samsung an, die Produktionsmengen nicht zu reduzieren, um die Preise zu stabilisieren. Damit droht sich die Überproduktion weiter zu verschärfen. Der südkoreanische Konzern spekuliert dabei offenbar darauf, dass einige kleinere Anbieter dadurch letztlich bankrott gehen und man den eigenen Marktanteil ausbauen kann.
Der Konkurrent Micron sucht sein Heil hingegen in einem Wachstum durch Übernahmen. Der Konzern wird voraussichtlich mit Qimonda die ehemalige Speichersparte des deutschen Konzerns Infineon aufkaufen. Damit würden zwei der fünf größten DRAM-Hersteller vereint.
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