Marktforscher: Arbeitsspeicherpreise legen wieder zu
Nachdem im November 2008 ein historischer Tiefstand der Speicherpreise gemeldet wurde, hatte sich die Lage in den letzten Monaten noch weiter verschlechtert. Schuld sind vor allem die über mehrere Jahre aufgebauten Überkapazitäten bei den einzelnen Herstellern. Ende 2008 war ein 1-Gigabyte-Modul DDR2-Speicher für unter 10 US-Dollar zu haben.
Dabei handelt es sich um Preise, die an internationalen Chipbörsen angegeben werden. DRAMeXchange unterscheidet zwischen PC-Herstellern, die langfristige Verträge mit großen Produzenten abgeschlossen haben und dem so genannten Spotmarkt. Hier kaufen vor allem kleinere Unternehmen ihre Speichermodule ein. Die beiden größten Lieferanten für diesen Bereich, Elpida und Powerchip, haben ihre Aktivitäten inzwischen eingestellt.
Der Preisverfall in den letzten Monaten hat dafür gesorgt, dass sich die Lager bei den Herstellern geleert haben. So sind einzelne DDR2-Chips mit einer Kapazität von einem Gigabit inzwischen für 1,20 US-Dollar erhältlich - im November waren es noch weniger als 80 US-Cent.
Die großen PC-Hersteller müssen damit rechnen, dass der Preis für die 1-Gigabyte-Module in den kommenden Wochen steigen wird. Noch sind sie für 8 bis 8,50 US-Dollar zu haben, doch bereits im Juni sollen es 10 US-Dollar sein. Pro Monat ist mit einem Preisanstieg um 10 bis 15 Prozent zu rechnen. Da die Hersteller ihre Produktion zurückgefahren haben, um die Lager zu leeren und nun die Nachfrage wieder steigt, ist diese Entwicklung nicht aufzuhalten.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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