Xbox 360: Kinderkrankheiten waren hausgemacht

Microsoft Konsolen Der Software-Konzern Microsoft hatte bei seiner Spielekonsole Xbox 360 lange Zeit mit massiven Produktionsproblemen zu kämpfen. Neben fehlerhaften zugelieferten Teilen war auch die Mentalität des Software-Herstellers Schuld. Das deckte der US-Journalist Dean Takahashi, der bereits mehrfach über Interna des Xbox-Geschäfts berichtete, nun auf. Demnach war anfangs nur etwa ein Drittel der produzierten Geräte funktionsfähig und konnte in den Verkauf gehen.

Eines der größten Probleme lag laut Takahashi darin, dass Microsoft an den Verkaufsstart der Xbox 360 ähnlich heranging wie an einen Software-Release. Anwendungen werden ebenfalls stets mit Kinderkrankheiten auf den Markt geworfen, können aber im Gegensatz zu Hardware anschließend durch Patches nachgebessert werden.

Für zusätzliche Probleme sorgten auch defekt angelieferte Komponenten wie Kühler, Speicher-Chips und DVD-Laufwerke. Auch die Fertigung der Prozessoren bei IBM startete mit einer Ausbeute funktionierender CPUs von nur 16 Prozent.
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