Dresden: AMD entlässt mehr als 200 Mitarbeiter

Wirtschaft & Firmen Der Chip-Hersteller AMD hat seit einiger Zeit mit Problemen zu kämpfen. Diese haben nun erste Opfer im Werk in Dresden gefordert. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, hat der Konzern dort in den vergangenen Monaten über 200 Mitarbeiter entlassen. Die Entscheidung von AMD wirft kein gutes Licht auf das Vorzeige-Projekt, das Politiker gerne verwenden wenn es um den Aufschwung in den neuen Bundesländern geht. Darüber hinaus werden Befürchtungen laut, dass es nicht bei den 200 Entlassungen in Deutschland bleiben könnte.

Schon lange halten sich die Gerüchte, dass AMD sein Werk wegen hohen Lohnkosten hierzulande aus Deutschland abziehen könnte. Schuld daran ist der erbitterte Preiskampf mit dem Konkurrenten Intel. Zumindest laut AMD gibt es jedoch derzeit keine Pläne die Produktion komplett in ein Billiglohnland auszusiedeln.

Um endlich wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, hatte AMD bereits im April angekündigt, dass man etwa zehn Prozent der gesamten Belegschaft entlassen wird. Am Standort in Dresden arbeiten derzeit etwa 2.800 Personen. Weltweit beschäftigt AMD etwa 17.000 Personen.
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