Internet Explorer 8: Opera lobt Microsofts Fortschritt
Er habe die Betaversion des Internet Explorer 8 ausprobiert und dabei mit Genugtuung festgestellt, dass der Browser aus Redmond in der Vorabausgabe den Acid2-Test ohne zuvor geänderte Einstellungen besteht, so Wium Lie. Er gratulierte den Entwicklern von Microsoft, die einen Browser geschaffen hätten, der Standards deutlich besser unterstützt als die vorangegangene Version.

Die positiven Rückmeldungen zu den Standards-bezogenen Verbesserungen im Internet Explorer 8 würden zeigen, wie sehr sich Webentwickler und andere Browserhersteller in der Vergangenheit nach diesbezüglich guten Nachrichten von Microsoft gesehnt hätten, sagte er weiter. Microsoft müsse verantwortungsbewusst handeln, da der Browser aus Redmond weiterhin eine Vormachtstellung hat.
Dazu gehört laut Wium Lie auch die Implementierung der gemeinsam mit anderen Browserherstellern festgelegten Webstandards und die Beseitigung von Fehlern. Dies sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen, doch die Ankündigungen aus dieser Woche und die inzwischen erschienene Internet Explorer 8 Beta 1 sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so der Opera-Mann.
Wium Lie geht davon aus, dass er und sein Unternehmen einen Beitrag dazu geleistet haben, dass Microsoft nun seine Haltung zu Webstandards grundlegend geändert hat. Die Beschwerde bei der EU-Kommission wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung durch die Nicht-Einhaltung der Webstandards (wir berichteten) habe offenbar Wirkung gezeigt und mitgeholfen, Microsoft dazu zu bewegen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Für Opera ist die Beschwerde aber noch immer berechtigt, da Microsoft erst zwei von insgesamt einer ganzen Reihe von Kritikpunkten teilweise in Angriff genommen hat, erklärte er. Microsoft müsse sich bemühen, auch den neuen Acid3-Test erfolgreich zu bestehen und die ihm zu Grunde liegenden Spezifikationen unterstützen.

(Zahlreiche weitere Screenshots vom Internet Explorer 8 Beta 1)
Wium Lie forderte außerdem die Bereitstellung von ausführlichen Informationen darüber, wie Microsoft die Unterstützung für die Webstandards implementiert. Zudem dürfe es künftig keine speziellen Darstellungsmodi mehr geben und Microsoft soll sich voll der Interoperabilität verschreiben, so dass Funktionen, die der Fortentwicklung des Internets zugute kommen und deshalb von anderen Browserherstellern integriert werden, auch vom Internet Explorer unterstützt werden.
Operas Technologiechef mahnte abschließend an, dass Microsoft seine aktuelle, konstruktive Einstellung aufrecht erhalten, mit anderen Browserherstellern für die Absolvierung des Acid3-Tests zusammenarbeiten und weiter auf Interoperabilität setzen soll. Das Ergebnis könne ein "besseres Internet für uns alle" sein.
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