Abzocke von Comundo: Surfen für 61 Euro pro Stunde

Internet & Webdienste Der Internet-Provider Comundo hat ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt: Das Unternehmen übernimmt Internetzugänge von anderen Anbietern und erhöht anschließed massiv die Preise. Inzwischen werden pro Stunde 61,98 Euro fällig. Viele Modem- und ISDN-Nutzer setzen auf einen Call-by-Call-Anbieter, den sie irgendwann gewählt haben, da das Tarifmodell dem eigenen Surfverhalten entspricht. Aus Gewohnheit nutzen sie diesen Zugang ständig, auch wenn sich der Anbieter des Dienstes in der Zwischenzeit geändert hat, schließlich wird man darüber bei einer Einwahl via Dfü-Verbindung nicht informiert.

Comundo betreibt unter der Marke 666net inzwischen rund 200 Zugänge. Am 17. November wurden hier pro Minute bereits 24,99 Cent fällig, doch am 6. Dezember ging der Preis noch einmal nach oben: 49,99 Cent sollten die Kunden pro Minute abdrücken. Am 19. Dezember wurde dann vorerst das Ende der Fahnenstange erreicht: 99,99 Cent pro Minute sowie 1,99 Euro pro Einwahl. Pro Stunde werden also knapp 62 Euro fällig.

Laut der Bundesnetzagentur gibt es kein Gesetz, das Comundo diese Praktiken verbieten könnte. Es gibt weder eine Obergrenze für die Minutenpreise noch trifft ein Anti-Dialer-Gesetz zu, da der Kunde mit jeder Einwahl einen neuen Vertrag abschließt. Wer Call-by-Call-Anbieter für den Zugang zum Internet nutzt, sollte sich eine Liste mit den von Comundo übernommenen Anbietern ansehen und entsprechend reagieren.
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