100-Dollar-Laptop verspätet sich und wird teurer
Ursprünglich sollte der tragbare Rechner für Schulkinder in Entwicklungsländern ab Oktober erhältlich sein, doch daraus wird nichts. Erst im November sollen die ersten 40.000 Exemplare gefertigt werden. Im Dezember sollen dann weitere 80.000 Laptops hergestellt werden.
Inzwischen ist man auch vom im Herbst 2005 gesetzten Preis von 100 US-Dollar weit entfernt. So wird das mit XO bezeichnete Modell 188 US-Dollar kosten. Nicholas Negroponte vom MIT Media Lab gibt vor allem der Währungsinflation und den steigenden Kosten für Nickel und Silizium die Schuld daran. Man will nun versuchen, die Grenze von 190 US-Dollar nicht zu überschreiten.
Kritiker des Projekts sind der Meinung, dass eine Fehlkalkulation der wahre Grund für den gestiegenden Preis ist. Negroponte ging anfangs davon aus, dass fünf Entwicklungsländer gewonnen werden können, die jeweils eine Million Exemplare des Notebooks abnehmen. Inzwischen rechnet man mit einer Mindestorder von 250.000 Stück pro Staat - die Produktion bei Quanta Computer sollte nach einer Vorbestellung von drei Millionen Exemplaren starten. Kritiker gehen davon aus, dass selbst diese neue Marke nicht erreicht werden kann, so dass der Hersteller jetzt an der Preisschraube dreht, um die Produktion rentabel zu gestalten.
Weitere Informationen: Laptop.org
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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