AMD übertrumpft Intel bei privaten CPU-Verkäufen

Wirtschaft & Firmen Die Marktbeobachter der NPD Group melden heute, dass AMD nach einer langen Auszeit endlich wieder im Geschäft ist. So konnte der Konzern im Juli erstmals mehr Prozessoren verkaufen als Intel, zumindest unter US-amerikanischen Privatleuten. 51 Prozent aller verkauften Desktop-Rechner und Notebooks sollen mit einer CPU von AMD ausgerüstet gewesen sein. Dabei waren die Systeme im Schnitt günstiger als die von Intel. Der Analyst Toni Duboise sieht die Ursache vor allem in den guten Verkäufen von HP und Gateway, aber auch die stark reduzierten Prozessorpreise trage ihren Teil dazu bei.

Ob sich diese Entwicklung auch auf die Bilanz von AMD auswirken wird, ist fraglich. Zwar haben Sonderangebote einen großen Einfluss auf den Marktanteil, doch da die Produkte für einen geringen Preis verkauft werden, spiegelt sich die positive Kaufentwicklung oftmals nicht in den Gewinnen wider.

Der letzte Quartalsbericht von AMD zeigte, dass der Umsatz zwar von 1,22 auf 1,38 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnte, doch das Unternehmen muss trotzdem einen Verlust von 600 Millionen US-Dollar verkraften. AMD führt die Verluste vor allem auf Umstrukturierungen zurück, die man nach der Übernahme des Grafikkartenherstellers ATI durchführen muss.
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