AMD reicht in Indien Beschwerde gegen Intel ein

Wirtschaft & Firmen Wie das Online-Magazin "IndiaTimes" berichtet, plant der Chiphersteller AMD eine Beschwerde gegen seinen Konkurrenten Intel bei der indischen Wettbewerbsbehörde einzureichen. Man wirft Intel vor, in Indien mit monopolistischen Methoden zu arbeiten. Dabei soll es AMD dem Bericht zufolge vor allem darum gehen, dass die Wettbewerbsbehörde ein klares Machtwort zu monopolistischen Handelspraktiken in Indien spricht. Gerade im Sektor von öffentlichen Ausschreibungen durch die Regierung besteht laut AMD deutlicher Nachholbedarf.

So soll es bei öffentlichen Ausschreibungen schön öfter der Fall gewesen sein, dass nur nach Intel-basierten Geräten gefragt wurde. Als konkretes Beispiel nennt AMD eine Ausschreibung für neue Computer im Parlament von Indien. Bei 200 Computern und 105 Laptops sollten demnach nur Intel-Prozessoren verbaut werden.

"Wir werden der indischen Wettbewerbskommission unseren Fall genau darlegen. Was wir von der Regierung wollen ist ein fairer und offener Konkurrenzkampf und eine Chance, bei öffentlichen und behördlichen Ausschreibungen", so Alok Ohire, Managing Director von AMD India.

Bei Intel weist man unterdessen die Anschuldigungen von AMD zurück. "Intel glaubt schon immer an fairen Konkurrenzkampf", so ein Sprecher des Unternehmens. "Während ein wichtiger Teil unserer Strategie die Kundenorientierung ist, ist es mindestens genau so wichtig für uns, unsere Geschäfte mit Anstand und Professionalität abzuwickeln."
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