F-Droid 2.0: FOSS-App-Store für Android wird komplett überarbeitet

Nach über einem Jahrzehnt erhält der alternative Android-App-Store F-Droid ein großes Update. Die neue Version bringt ein modernes Design, eine verbesserte Suche und vereinfachte App-Installationen. Doch es gibt auch Einschränkungen für Nutzer.
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WinFuture/KI-generiert

    Neues Design nach über zehn Jahren

    Der alternative Android-App-Store für quelloffene Software F-Droid erhält in den kommenden Wochen mit Version 2.0 sein größtes Update seit vielen Jahren. Die Entwickler haben die Anwendung neu programmiert und setzen in Zukunft auf eine komplett neue technische Basis. Damit zieht auch ein modernes, an Googles Material Design angelehntes Erscheinungsbild auf den Smartphones der Nutzer ein. Aber es gibt noch etliche weitere Neuerungen.

    Die Benutzeroberfläche konzentriert sich nun auf die drei Kernbereiche "Entdecken", "Suchen" und "Meine Apps". Die Suchfunktion liefert präzisere Ergebnisse als bisher, da sie neben Namen auch Beschreibungen, Kategorien und übersetzte Inhalte durchsucht.


    Einfachere App-Suche und -Installationen

    Wie F-Droid in seiner Ankündigung zum großen Update schreibt, profitieren Anwender zudem von umfangreichen Filteroptionen. So lassen sich gezielt Anwendungen ausblenden, die unerwünschte Eigenschaften aufweisen, wie etwa die Nutzung unfreier Netzwerkdienste. Die neue Struktur fasst verwandte Programme zudem in Unterkategorien zusammen. Das erleichtert die Navigation durch die stetig wachsende Bibliothek, die vor über zehn Jahren als kleines Projekt startete.

    Nutzer profitieren außerdem von den Vorgaben des europäischen Digital Markets Act. So nutzt ein einheitlicher Installer eine neue Schnittstelle für Vorabgenehmigungen. Nutzer können eine Installation zukünftig direkt vor dem Herunterladen bestätigen. Der bisherige Umweg über das manuelle Öffnen einer Installationsdatei und das Bestätigen von Warnhinweisen entfällt damit weitgehend.
    F-Droid 2.0F-Droid bekommt ein neues Design F-Droid 2.0App-Updates wurden überarbeitet
    Auch die Handhabung von Software-Aktualisierungen ändert sich grundlegend. Das neue System sucht standardmäßig im Hintergrund nach neuen Versionen und installiert die Software automatisch. Die gewohnte Wischgeste zum manuellen Neuladen der Übersicht wurde daher entfernt. Wer weiterhin selbst nach Updates suchen möchte, findet die entsprechende Option nun etwas versteckt im Menü unter seinen installierten Programmen.

    Anpassungen beim Datenschutz

    Die Modernisierung bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. Alte Geräte mit Android 6 werden nicht mehr unterstützt. Nutzer müssen zudem bei den Privatsphäre-Funktionen Abstriche machen. Die direkte Tor-Integration wurde in die allgemeinen Proxy-Einstellungen ausgelagert. Die Panik-Funktion verbirgt vorerst außerdem nur noch den Namen und das Symbol des Stores, löscht aber keine installierten Programme mehr.

    Die weitreichenden Anpassungen erfolgen in einer Zeit, in der alternative Vertriebswege von Software-Entwicklern stark unter Druck stehen. Google plant ab 2027 die Einführung einer verpflichtenden Verifizierung. Programmierer sollen sich demnach künftig mit einem amtlichen Ausweis registrieren und eine einmalige Gebühr von 25 Dollar (etwa 22 Euro) entrichten. Für die FOSS-Gemeinschaft stellt das Vorhaben eine große Herausforderung dar, da viele Beteiligte pseudonym arbeiten. Eine Petition unter dem Namen "Keep Android Open" ("Android offen halten") sammelt seit Monaten Unterschriften, um die Pläne zu stoppen.

    Was haltet ihr von dem großen Update für F-Droid? Freut ihr euch auf die neuen Funktionen und erhöhten Komfort oder stören euch eher die entfernten Features? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren mit.

    Zusammenfassung
    • F-Droid erhält mit Version 2.0 eine komplett überarbeitete Oberfläche
    • Eine verbesserte Suche durchforstet nun auch Details und Kategorien
    • Ein neuer Installer vereinfacht App-Installationen über Vorabgenehmigung
    • Aktualisierungen von Anwendungen erfolgen künftig automatisch im Hintergrund
    • Alte Geräte mit Android 6 werden ab dem neuen Update nicht mehr unterstützt
    • Die Tor-Anbindung sowie die Panik-Funktion wurden spürbar eingeschränkt

    Siehe auch:
    Felix Krauth

    Redakteur für Windows & Hardware

    War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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