US-Schüler wegen CounterStrike-Karte strafversetzt

Die so genannten "Killerspiele" sorgen in der letzten Zeit weltweit für Aufregung. Besonders in den USA scheint man nach dem jüngsten Amoklauf eines Studenten besonders sensibel zu reagieren. Die Behörden gehen teilweise sehr fragwürdig gegen Menschen vor, bei denen man Indizien für die Planung einer Bluttat sieht. Im texanischen Fort Bend wurde nun ein Schüler von einer High School strafversetzt, weil man Beschwerden über eine von ihm erstellte Level-Karte für den beliebten Multiplayer-Shooter CounterStrike erhalten hatte, die einen Teil der von ihm besuchten Schule zeigt. Der junge Mann muss nun eine Sonderschule besuchen.

Er wurde außerdem gezwungen, das Spiel und die beanstandete Karte von seinem Computer zu entfernen. Als weiteren Grund für die disziplinarischen Maßnahmen nannte die Schule, dass man bei einer Durchsuchung der Wohnung des chinesisch-stämmigen Jugendlichen fünf Schwerter gefunden hatte, bei denen es sich aber offenbar um rein dekorative Stücke handelte.

Unter den asiatischen Bürgern der Stadt Fort Bend macht sich unterdessen Unmut über die Aktionen der Behörden breit. Sie halten die Maßnahmen für vollkommen übertrieben. Die Schule hatte die Handlungen des Jungen als Vorbereitungen für einen terroristischen Akt gedeutet, was zu seiner Strafversetzung an die örtliche Sonderschule nach sich zog.
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