Hack der Xbox 360 auf dem CCC-Kongress war echt

Microsoft Konsolen Am 30. Dezember 2006 zeigte ein maskierter Hacker auf dem 23. "Chaos Communication Congress", wie man eigenen Code auf der Xbox 360 ausführen kann. Lange wurde angezweifelt, ob dies wirklich möglich ist. Jetzt wurde der Beweis erbracht. Demnach sollte es möglich sein, die Betriebssysteme Mac OS X und Linux auf der Konsole von Microsoft auszuführen. Unter damaligen Umständen wäre es möglich gewesen, doch inzwischen hat Microsoft die Notbremse gezogen. So wurde auf der Mailing-Liste Bugtraq erklärt, dass der Hacker eine Lücke im Hypervisor ausgenutzt hat, so dass nicht digital signierter Code mit vollen Rechten auf der Konsole ausgeführt werden kann. Der Hypervisor ist für die Kontrolle der Speicherzugriffe verantwortlich.

Der maskierte Entdecker dieser Lücke hatte bereits im Vorfeld versucht Kontakt mit Microsoft aufzunehmen, doch seine Anfragen blieben unbeantwortet. Nach seinem Auftritt auf dem Kongress wurden die Redmonder aktiv und veröffentlichten innerhalb von sechs Tagen ein Update, dass die Schwachstelle behebt. Microsoft gab damals an, mit dem Update Leistungs- und Stabilitätsprobleme zu beheben.

Damit man als Besitzer der Xbox 360 keine Möglichkeit hat, eine ältere Firmware einzuspielen, ließ Microsoft mit dem Update einen eFuse getauften Widerstand durchbrennen. Somit verweigern die Konsolen mit älteren Firmwares den Dienst und es kann kein eigener Code auf der Konsole ausgeführt werden.
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