World of Warcraft: 30.000 Konten im Mai gelöscht

Der Videospielehersteller Blizzard gab kürzlich bekannt, im Monat Mai 30.000 Benutzerkonten im Online-Rollenspiel World of Warcraft entfernt zu haben. Als Grund gab das Unternehmen den Einsatz von unerlaubten Hilfsmitteln an (Cheaten). World of Warcraft gehört mit seinen 6,5 Millionen Abonnenten zu den größten Online-Rollenspielen und hält einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Durch das Verschwinden von 30.000 Spielern fehlen dem Spiel ungefähr 30 Millionen Goldstücke, was sich auf die Wirtschaft in der virtuellen Welt auswirkt. Aber auch das Cheaten hat laut Blizzard negative Auswirkungen auf die Spielerfahrung und verletzt die Nutzungsbedingungen, die jeder Spieler bei der Installation akzeptieren musste.

"Wir werden mit der Überwachung aller World of Warcarft Realms fortfahren, um den Dienst und seine User vor den Auswirkungen des Mogelns zu bewahren", sagte das Unternehmen in einer Stellungnahme. "Bitte beachtet, dass das Verkaufen von Gold und anderen virtuellen Gütern aus World of Warcarft mit einem dauerhaften Bann geahndet wird."

Rund um das Online-Rollenspiel aus dem Hause Blizzard hat sich ein neuer Industriezweig gebildet, der inzwischen erhebliche Gewinne einfahren kann. So ist es möglich, virtuelles Gold gegen echtes Geld im Internet zu kaufen. Dafür sind hunderte Berufsspieler unterwegs, die nichts anderes tun, als möglichst viel Gold zu sammeln und es dann durch ihre Firma verkaufen lassen. Sogenannte Game Master decken die nicht geduldeten Machenschaften auf und machen anschließend Meldung bei Blizzard.
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