EU droht Microsoft mit täglicher Millionenstrafe

Microsoft Die Europäische Union hat Microsoft gestern mit einer täglichen Strafzahlung in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro gedroht, da man der Auffassung ist, dass das Unternehmen bisher nicht die Auflagen erfüllt, die den Redmondern im Jahr 2004 auferlegt wurden. Neelie Kroes, die EU-Wettbewerbskommissarin sagte, dass sie Microsoft zahlreiche Möglichkeiten eingeräumt habe, sich an die Regelungen zu halten. Nun bleibe ihr keine Alternative, als den formalen Weg zu verfolgen um Microsofts Einhaltung der Auflagen durchzusetzen.

Microsoft reagierte verstört - der wichtigste Anwalt der Firma beschuldigte die EU, die Strafe angedroht zu haben, ohne sich mit technischen Dokumenten zu befassen, die am Mittwoch an offizielle europäische Stellen gesendet wurden. Man verstehe nicht, wie man Entschlüsse fassen könne, ohne diese vorher evaluiert zu haben.

Nachdem gestern zunächst die Rede von einer täglichen Strafzahlung in Höhe von zwei Millionen Euro war, rückwirkend zum 15.12., wurden die Forderungen heute Morgen auf fünf Millionen Euro angehoben. Anscheinend will man so den Druck auf das Unternehmen erhöhen. Microsoft habe nun fünf Wochen Zeit, die geforderten Änderungen vorzunehmen.

Die Europäische Union hatte im März 2004 eine Strafe in Höhe von 497 Millionen Euro verhängt, weil Microsoft seine marktbeherrschende Stellung ausnutzen soll. MS musste daraufhin eine Version von Windows anbieten, in der der Windows Media Player nicht enthalten ist. Zusätzlichen sollen Konkurrenten Einsicht in bestimmte Protokolle und ähnliches erhalten.
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