Trump wollte den Atlantik umbenennen, Google lehnte entschieden ab
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Golf von Mexiko und dem Ontariosee offenbar den Atlantik ins Visier genommen. Er wollte den Ozean in Kartendiensten umbenennen lassen. Doch der Google-CEO lehnte das laut Aussagen des Präsidenten ab.
Hintergrund der Anfrage sind vorausgegangene umstrittene Namensänderungen, die der Präsident bereits an seinem ersten Tag nach der Rückkehr ins Amt sowie im vergangenen August per Dekret erlassen hatte. So wurde der Golf von Mexiko in Gulf of America und der Ontariosee inmitten eines Handelsstreits mit Kanada in Lake America umbenannt.
Pichai habe ihn den Aussagen zufolge ausdrücklich gebeten, das Unternehmen nicht mit der Aufgabe zu betrauen. In der Vergangenheit hatten Google und auch Apple die von Trump verordneten Namen für US-Nutzer übernommen. Anwender in Mexiko beziehungsweise Kanada sehen auf den Karten weiterhin die ursprünglichen Bezeichnungen, im Rest der Welt wird eine Kombination aus beiden Varianten angezeigt.
Zuvor hatte er bereits Trump Ocean als mögliche Alternative für eines der Gewässer ins Spiel gebracht. Neben den Ozeanen hatte Trump in der jüngeren Vergangenheit auch einen Bundesstaat im Visier und forderte New Mexico auf, sich in New America umzubenennen. Eine offizielle Bestätigung des angeblichen Telefonats zwischen dem Präsidenten und Pichai durch Google gibt es bisher nicht.
Was haltet ihr von Trumps Vorschlägen zur Umbenennung der Weltmeere? Sollen Tech-Konzerne lokale politische Vorgaben in globalen Apps umsetzen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Donald Trump wollte den Atlantischen Ozean auf Google Maps umbenennen
- Google-Chef Sundar Pichai lehnte dieses Anliegen laut Trumps Aussage ab
- Früher wurden bereits der Golf von Mexiko und der Ontariosee umbenannt
- Kartendienste zeigten Trumps frühere Namensänderungen für US-Nutzer an
- Der Präsident erwägt nun eine Umbenennung des Pazifiks in American Ocean
- Eine Bestätigung des Telefonats liegt vonseiten des Konzerns nicht vor
Trumps Pläne für Google Maps
US-Präsident Donald Trump hat während einer Rede am Mittwoch in South Carolina erklärt, er habe den Atlantischen Ozean umbenennen wollen. Dafür habe er sich direkt an Sundar Pichai, den CEO des Suchmaschinenbetreibers Google, gewandt. Ziel des Präsidenten war es, einen neuen Namen in dem weltweit viel genutzten Kartendienst Google Maps anzeigen zu lassen.Hintergrund der Anfrage sind vorausgegangene umstrittene Namensänderungen, die der Präsident bereits an seinem ersten Tag nach der Rückkehr ins Amt sowie im vergangenen August per Dekret erlassen hatte. So wurde der Golf von Mexiko in Gulf of America und der Ontariosee inmitten eines Handelsstreits mit Kanada in Lake America umbenannt.
Google-Chef verweigert Anpassung
Wie die Washington Post berichtet, erzählte Trump seinen Anhängern von einem direkten Telefonat mit Pichai. Demnach habe der US-Präsident gefragt, ob Google eine Namensänderung des Atlantiks auf den Karten handhaben könne. Der Google-Chef habe das Ansinnen jedoch umgehend abgelehnt. Er soll darauf verwiesen haben, dass Ozeane anders seien, da sie an sehr viele verschiedene Länder grenzten.Pichai habe ihn den Aussagen zufolge ausdrücklich gebeten, das Unternehmen nicht mit der Aufgabe zu betrauen. In der Vergangenheit hatten Google und auch Apple die von Trump verordneten Namen für US-Nutzer übernommen. Anwender in Mexiko beziehungsweise Kanada sehen auf den Karten weiterhin die ursprünglichen Bezeichnungen, im Rest der Welt wird eine Kombination aus beiden Varianten angezeigt.
Fokus auf Pazifik verlagert
Trump gab an, dass er angesichts der Reaktion des Google-CEOs voraussichtlich davon absehen werde, den Namen des Atlantiks offiziell ändern zu lassen. Er betonte jedoch, dass nach einem See und einem Golf nun noch ein Fluss und ein Ozean auf seiner Liste fehlten. Deshalb spielte der Präsident mit dem Gedanken, stattdessen den Pazifischen Ozean in American Ocean umzubenennen.Zuvor hatte er bereits Trump Ocean als mögliche Alternative für eines der Gewässer ins Spiel gebracht. Neben den Ozeanen hatte Trump in der jüngeren Vergangenheit auch einen Bundesstaat im Visier und forderte New Mexico auf, sich in New America umzubenennen. Eine offizielle Bestätigung des angeblichen Telefonats zwischen dem Präsidenten und Pichai durch Google gibt es bisher nicht.
Was haltet ihr von Trumps Vorschlägen zur Umbenennung der Weltmeere? Sollen Tech-Konzerne lokale politische Vorgaben in globalen Apps umsetzen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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