Trump dreht durch: Wer "Super Intelligence" nicht nutzt, ist der "Feind"

Weil er offenbar keine anderen Probleme hat, verschärft US-Präsident Donald Trump seinen Kampf gegen den Begriff Künstliche Intelligenz. Wer weiterhin von KI statt von Super Intelligence (SI) spricht, wird vom Weißen Haus als "Feind" betrachtet.
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WinFuture/KI-generiert
  • Trump stuft Nutzer des Begriffs Künstliche Intelligenz als Feinde ein
  • US-Behörden müssen laut Dekret nun Super Intelligence verwenden
  • Die Umbenennung soll die Technologie in ein positiveres Licht rücken
  • Elon Musk benennt eine Raumfahrtabteilung prompt in SpaceXSI um
  • OpenAI lehnt dagegen eine Anpassung des bekannten Firmennamens ab
  • Registrierungen slowenischer Webadressen mit der Endung si boomen

Trump erklärt Nutzer des KI-Begriffs zu Feinden

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag auf der Plattform Truth Social angekündigt, dass das Weiße Haus jeden als "Feind" betrachtet, der den Begriff Künstliche Intelligenz verwendet. Stattdessen fordert die US-Regierung die Nutzung der Bezeichnung Super Intelligence oder kurz SI. Ein Dekret aus der vergangenen Woche verpflichtet US-Bundesbehörden bereits zur Nutzung des neuen Begriffs in der offiziellen Kommunikation.

Trump begründet das damit, dass das Wort künstlich den Eindruck erwecke, die Technologie sei unecht. Das Weiße Haus hat seine offiziellen Informationsseiten überarbeitet und Erwähnungen von KI durch SI ersetzt. Donald Trumps Truth Social Die Umbenennung ist Teil einer Kampagne, um die Technologie in ein positiveres Licht zu rücken. Ob das etwas hilft, ist freilich eine andere Frage: Umfragen zeigen nämlich eine wachsende Skepsis in der Bevölkerung gegenüber Datenzentren und der KI-Entwicklung. Dem Dekret ging ein Treffen des Präsidenten mit Führungskräften der Branche voraus. Zudem ließ Trump im September über alternative Namen wie Extreme Intelligence abstimmen.


Tech-Industrie reagiert gespalten

Wie Business Insider berichtet, könnte die Durchsetzung solcher Sprachvorgaben bei Privatunternehmen gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen. Dennoch gibt es Reaktionen aus der Technologiebranche. Elon Musk kündigte an, die erst im Juli in SpaceXAI umbenannte Abteilung seines Raumfahrtunternehmens künftig SpaceXSI zu nennen. Trump überreichte Musk sowie Nvidia-Chef Jensen Huang am Donnerstag die National Medal of Science. Amazon-Verwaltungsratschef Jeff Bezos äußerte sich in einem Fernsehinterview ebenfalls wohlwollend über den Begriff SI.

Während Huang sich bei einer Podiumsdiskussion im Weißen Haus korrigierte und SI statt KI sagte, halten andere Unternehmen an den etablierten Bezeichnungen fest. OpenAI-Chef Sam Altman erklärte kürzlich, dass keine Umbenennung seines Unternehmens geplant sei. Auch Präsident Greg Brockman betonte bei einem Auftritt, dass OpenAI "künstliche Intelligenz" entwickle.

Weitere Umbenennungsversuche

Die staatliche Umbenennungskampagne hat übrigens unerwartete Auswirkungen auf den Domain-Markt. Die für Slowenien zuständige Vergabestelle verzeichnete im September einen rasanten Anstieg bei den Registrierungen von Internetadressen mit der Endung .si. Mit 44.000 neu vergebenen Domains stieg die Nachfrage im Vergleich zum August um 2199 Prozent.

Was haltet ihr von der staatlichen Vorgabe, KI künftig Super Intelligence zu nennen? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

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Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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