US-Präsident Trump prahlt: "Google küsst jetzt meinen Hintern"

Donald Trump deutet an, Google persönlich zur Umbenennung des Golfs von Mexiko in Maps bewegt zu haben. Das Unternehmen widerspricht einer direkten Einmischung des US-Präsidenten. Man nutze für die Karten lediglich offizielle Regierungsdaten.
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WinFuture/KI-generiert
  • Donald Trump betonte im Wahlkampf seinen Einfluss auf Tech-Konzerne
  • Vor den Midterms fürchten Republikaner um ihre Mehrheiten im Kongress
  • Der US-Präsident behauptet eine direkte Einflussnahme bei Kartennamen
  • Google weist persönliche Einmischungen bei den Bezeichnungen zurück
  • Der Kartendienst stützt sich auf das Geographic Names Information System
  • US-Konzerne suchen seit Trumps zweitem Amtsantritt vermehrt dessen Nähe

Trumps angebliche Einflussnahme

Am vergangenen Wochenende nutzte US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfveranstaltung in Highland Heights im Bundesstaat Kentucky, um seinen angeblichen Einfluss auf Technologiekonzerne und speziell Google zu betonen. Vor dem Hintergrund der nahenden Zwischenwahlen am 3. November (den sogenannten Midterms), bei denen die Republikanische Partei aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und des anhaltenden Konflikts mit Iran um ihre Mehrheit im Kongress fürchtet, erklärte er, seine zweite Amtszeit sei weitreichender als die erste.

In der ersten Legislaturperiode hätte Google meinen Anruf gar nicht erst entgegengenommen. Jetzt kriechen sie mir in den Hintern.
Donald Trump
Als Beispiel nannte er die Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika sowie des Ontariosees in Lake America. Trump deutete an, das persönlich durch einen Anruf bei Google veranlasst zu haben. In der ersten Amtszeit hätte Google seinen Anruf nach seinen Worten nicht einmal angenommen, nun zeige sich das Unternehmen unterwürfig.


Kartendienst folgt offiziellen Daten

Wie The Verge berichtet, widerspricht Google der Darstellung einer direkten Einmischung in einer Stellungnahme. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View gab an, sich bei der Namensgebung an offiziellen Regierungsquellen zu orientieren.

Für die USA greife man auf das Geographic Names Information System zurück. Gemäß den Vorgaben für Gewässer, deren Namen von Land zu Land variieren, zeige die Kartenplattform Nutzern je nach Standort den lokal gültigen Namen an.

Tech-Branche sucht Nähe zur Regierung

Ganz unrecht hat der US-Präsident aber dennoch nicht: Seit dem erneuten Amtsantritt Trumps im Januar 2025 lässt sich eine Annäherung großer IT-Unternehmen an die US-Regierung beobachten. Vertreter von Apple, Amazon, Microsoft und Google waren bereits prominent bei der Amtseinführung präsent und lassen seither kaum eine Gelegenheit aus, sich bei Trump einzuschleimen.

Glaubt ihr, dass politische Führungskräfte Einfluss auf Tech-Konzerne nehmen sollten? Wie bewertet ihr das Verhalten der Unternehmen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

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Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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