Windows 11: Microsoft blockiert bald alle externen Laufwerke mit ReFS
Nutzer von Windows 11 müssen sich auf eine Änderung bei externen Speichermedien einstellen. Nach der Installation aktueller Updates wird die Nutzung des Dateisystems ReFS auf USB-Laufwerken überwacht und soll ab 2027 komplett blockiert werden.
So befindet sich Windows 11 aktuell in einer Audit-Phase. Dabei wird die Nutzung des Dateisystems auf externen Speichern wie USB-Sticks überwacht und im Ereignisprotokoll mit der ID 524 vermerkt. Anwender erhalten eine Warnung, können aber weiter auf Daten zugreifen. Ab Januar 2027 greift dann die nächste Stufe der Einschränkungen. Ab diesem Zeitpunkt sollen entsprechende externe Speicher standardmäßig blockiert werden.
Das Betriebssystem soll dann das Einhängen der Laufwerke verweigern, sodass Anwender den direkten Zugriff auf darauf befindliche Dateien verlieren. Die auf den Datenträgern gespeicherten Informationen werden durch die Sperre aber nicht gelöscht. Zudem können Administratoren die Blockade bei Bedarf manuell ausschalten.
Der Grund für diese Schritte ist laut einem Support-Dokument von Microsoft, dass die Verwendung von ReFS auf Wechselspeichern offiziell als "nicht unterstützte Konfiguration" gilt. Durch das Blockieren würde die Sicherheit verbessert.
Auch bei der Geschwindigkeit zeigt ReFS Stärken. Laut Angaben von Microsoft benötigt Windows 11 beim Kopieren einer zehn Gigabyte großen Datei auf einem NTFS-Laufwerk rund acht Sekunden. Mit ReFS und der Funktion Block Cloning sinkt die Zeitspanne auf 641 Millisekunden. Selbst in den Punkten Sicherheit und Datenintegrität gilt ReFS als überlegen. Warum man das Dateisystem jetzt also aufgrund von fehlendem offiziellem Support lieber blockiert, anstatt es ordentlich zu unterstützen, bleibt vorerst unklar.
Wie bewertet ihr die Entscheidung, ReFS auf USB-Laufwerken zu blockieren? Nutzt ihr das Dateisystem oder setzt ihr auf Alternativen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft schränkt die Nutzung von ReFS auf externen Medien künftig ein
- Windows 11 warnt Nutzer aktuell beim Einsatz auf Wechselspeichern
- Ab Januar 2027 blockiert das System betroffene USB-Laufwerke standardmäßig
- Die Blockade lässt sich über die Registry bzw. die Gruppenrichtlinien aufheben
- ReFS gilt als designierter Nachfolger von NTFS
Schrittweise Blockade für externe ReFS-Laufwerke
In den letzten Jahren hat Microsoft einige Verbesserungen im Hinblick auf das Resilient File System (ReFS) vorgenommen. So ist seit Ende Februar etwa das Booten von ReFS-Laufwerken unter Windows Server möglich. Mit dem jüngsten Windows-11-Update zum Oktober-Patchday führt das Unternehmen jedoch neue Maßnahmen bei Wechseldatenträgern durch, die die Verwendung des Dateisystems einschränken.So befindet sich Windows 11 aktuell in einer Audit-Phase. Dabei wird die Nutzung des Dateisystems auf externen Speichern wie USB-Sticks überwacht und im Ereignisprotokoll mit der ID 524 vermerkt. Anwender erhalten eine Warnung, können aber weiter auf Daten zugreifen. Ab Januar 2027 greift dann die nächste Stufe der Einschränkungen. Ab diesem Zeitpunkt sollen entsprechende externe Speicher standardmäßig blockiert werden.
Das Betriebssystem soll dann das Einhängen der Laufwerke verweigern, sodass Anwender den direkten Zugriff auf darauf befindliche Dateien verlieren. Die auf den Datenträgern gespeicherten Informationen werden durch die Sperre aber nicht gelöscht. Zudem können Administratoren die Blockade bei Bedarf manuell ausschalten.
Der Grund für diese Schritte ist laut einem Support-Dokument von Microsoft, dass die Verwendung von ReFS auf Wechselspeichern offiziell als "nicht unterstützte Konfiguration" gilt. Durch das Blockieren würde die Sicherheit verbessert.
Vorbereitung auf die Sperre
Microsoft empfiehlt Anwendern, die USB-Laufwerke mit dem Dateisystem nutzen, ihre Daten rechtzeitig auf unterstützte Speichermedien zu übertragen. Alternativ lässt sich die Sperre über die Registry oder die Gruppenrichtlinien unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem bzw. HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies und dem DWORD RefsRemovableDeviceMountPolicy anpassen. Setzen Administratoren den Wert auf 0, ist der Sicherheitsmechanismus deaktiviert, sodass sich die Laufwerke weiterhin wie gewohnt nutzen lassen. Für die Überwachung muss der Wert 1, für eine Blockierung 2 sein.ReFS als Nachfolger von NTFS
ReFS kommt schon seit 2012 unter Windows Server und seit 2013 unter Windows 8.1 zum Einsatz und wird von vielen als der designierte Nachfolger von NTFS gehandelt. Das Dateisystem bietet dabei gegenüber NTFS einige Vorteile. Dazu gehört etwa eine Unterstützung für Partitionsgrößen von bis zu 35 Petabyte.Auch bei der Geschwindigkeit zeigt ReFS Stärken. Laut Angaben von Microsoft benötigt Windows 11 beim Kopieren einer zehn Gigabyte großen Datei auf einem NTFS-Laufwerk rund acht Sekunden. Mit ReFS und der Funktion Block Cloning sinkt die Zeitspanne auf 641 Millisekunden. Selbst in den Punkten Sicherheit und Datenintegrität gilt ReFS als überlegen. Warum man das Dateisystem jetzt also aufgrund von fehlendem offiziellem Support lieber blockiert, anstatt es ordentlich zu unterstützen, bleibt vorerst unklar.
Wie bewertet ihr die Entscheidung, ReFS auf USB-Laufwerken zu blockieren? Nutzt ihr das Dateisystem oder setzt ihr auf Alternativen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Fehler 0x800f0845: Aktuelle Windows-11-Updates schlagen wieder fehl
- Regulärer Support vorbei: So geht es mit Windows Server 2022 weiter
- Smart App Control gestört: Windows 11 hat ein Sicherheits-Problem
- Windows Recovery: Microsoft liefert neue Updates für Windows 11 & 10
- Windows 11: Riesiges Vorschau-Update bringt unzählige neue Features
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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Mannitwo - 15.10. 17:05 Uhr -
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