Kein Update mehr: Support-Aus für viele Microsoft-Produkte im Oktober

Zum Oktober-Patchday lief der Support für etliche Microsoft-Produkte aus. Ohne weitere Sicherheitsupdates steigt das Risiko, sodass betroffene Anwender nun zügig handeln sollten. Betroffen sind etwa Office und Exchange Server.
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  • Microsoft mustert zum Oktober-Patchday Office 2021 LTSC aus
  • Für isolierte Systeme empfiehlt Microsoft das neuere Office LTSC 2024
  • Als moderne Alternative sollen Nutzer auf Microsoft 365 umsteigen
  • Auch Server-Dienste wie Exchange und Skype erhalten keine Patches mehr
  • Server-Kunden können zur Absicherung Subscription Editions verwenden
  • Ohne Aktualisierungen drohen Sicherheitslücken und rechtliche Probleme
  • Auch bei vielen weiteren Produkten ändert sich im Oktober der Support-Status

Ende für viele Produkte

Zum planmäßigen Patchday im Oktober wurde nicht nur Office 2021 ausgemustert. So endete auch der Support für Anwendungen wie Office LTSC 2021, Visio LTSC 2021 und Project LTSC 2021. Nach dem 13. Oktober gibt es auch für sie keine Updates mehr. Gleiches gilt für die Server-Dienste Exchange Server 2016 und 2019 sowie Skype for Business Server 2015 und 2019. Durch das erreichte Lebensende bekommen all diese Versionen ab sofort keine Updates mehr. Nutzer sollten handeln, um ihre Systeme abzusichern.

Wie Microsoft dokumentiert, können Firmen mit Bedarf an vollständig isolierten Systemen im Fall von Office auf Office LTSC 2024 ausweichen. Das Nachfolgeprodukt wird noch bis Oktober 2029 gepflegt und bietet Planungssicherheit. Für alle anderen Szenarien rät der Konzern zu Microsoft 365. Die Abonnements bieten fortlaufend aktuelle Versionen von Word, Excel und PowerPoint und lassen sich um moderne Assistenzsysteme erweitern.


Für reibungslose Übergänge stellt Microsoft entsprechende Leitfäden sowie den Dienst Microsoft FastTrack zur Verfügung, um den Weg in die unterstützten Abonnement-Strukturen zu erleichtern.

Nur noch Subscription Editions

Die alten Exchange Server und die Skype Server hatten ihren regulären Lebenszyklus bereits vor einem Jahr beendet. Sie wurden lediglich über zwei kostenpflichtige Verlängerungsperioden für jeweils sechs Monate mit den nötigsten Sicherheitsupdates am Leben gehalten. Die allerletzten Patches wurden zum 13. Oktober an zahlende Abnehmer verteilt.

Künftig dokumentiert das Unternehmen für die alten Systeme keinerlei Schwachstellen mehr im Microsoft Security Response Center. Für zukünftige Aktualisierungen sind Anwender gezwungen, auf die sogenannten Subscription Editions umzusteigen. Wer den Wechsel hinauszögert, riskiert nicht nur direkte Angriffe auf die Infrastruktur. Wer veraltete Versionen weiter betreibt, muss außerdem mit Compliance-Lücken und Kompatibilitätsproblemen rechnen.

Weitere Support-Änderungen

Der Oktober-Patchday brachte zudem noch weitere Veränderungen beim Produkt-Support mit, wie Microsoft in seinem offiziellen Überblick auflistet. So wird noch mehr Software ausgemustert, erreicht das Service-Ende oder sein Support-Ende. Mit dabei ist auch Windows 11 24H2.

Microsoft: Alle Support-Änderungen (Oktober 2026)
Ausgemustert
  • Access 2021
  • Excel 2021
  • Office 2021
  • OneNote 2021
  • Outlook 2021
  • PowerPoint 2021
  • Project 2021
  • Publisher 2021
  • Visio 2021
  • Word 2021

Service-Ende
  • Dynamics 365 Business Central lokal (Moderne Richtlinie), Veröffentlichungszyklus 1, 2025, Version 26.x
  • Windows 11 Home und Pro, Version 24H2

Support-Ende
  • Access LTSC 2021
  • Excel LTSC 2021
  • Office LTSC 2021
  • Office LTSC 2021 für Mac
  • OneNote LTSC 2021
  • Outlook LTSC 2021
  • PowerPoint LTSC 2021
  • Project 2021 (LTSC)
  • Publisher LTSC 2021
  • Skype for Business LTSC 2021
  • Visio LTSC 2021
  • Windows 10 2016 LTSB
  • Windows 10 IoT Enterprise LTSB 2016
  • Windows Server 2012, erweitertes Sicherheitsupdate Jahr 3
  • Windows Server 2012 R2, erweitertes Sicherheitsupdate Jahr 3
  • Word LTSC 2021

Umstellung auf erweiterten Support
  • Office LTSC 2021 für Mac
  • Windows Server 2022
  • Windows Server 2022 Datacenter: Azure Edition
  • Windows Server 2022 Standard (MSL)
  • Windows Server IoT 2022

Service-Ende und Support-Ende können in der Wirkung ähnlich sein, sind aber nicht identisch. Beim Service-Ende gibt es keine neuen Sicherheits- oder Qualitätsupdates für die betroffene Version eines Produkts mehr. Nutzer können dann auf eine neuere Version wechseln. Ein Support-Ende bedeutet hingegen keine regulären Sicherheitsupdates, sonstigen Updates oder technischen Support für das gesamte Produkt mehr.

Seid ihr von den momentanen Support-Änderungen betroffen? Habt ihr schon reagiert und seid auf Alternativen umgestiegen? Für welche Lösungen habt ihr euch entschieden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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