Fischer in Florida "angeln" Militärdrohne, die bei Tests verloren ging
Angler haben vor der Küste Floridas eine bisher geheime US-Militärdrohne aus dem Golf von Mexiko gefischt. Bei dem Fundstück handelt es sich um eine exakte Kopie der iranischen Shahed-136. Die US-Luftwaffe nutzt den Nachbau für eigene Waffentests.
Bei dem geborgenen Fluggerät handelt es sich um eine Kopie der iranischen Kampfdrohne Shahed-136. Das US-Militär nutzt den Nachbau unter der Bezeichnung FLM-136 zunächst als Zieldrohne für Trainingszwecke. Inzwischen existiert eine bewaffnete Variante namens LUCAS, was für Low-Cost Uncrewed Combat Attack System steht. Das Fluggerät weist eine Länge von 2,9 Metern sowie eine Spannweite von 2,5 Metern auf und wiegt rund 32 Kilogramm.
Wie The Warzone berichtet, hat ein Sprecher des Militärstützpunktes den Verlust eines Testobjekts bestätigt. Auf den veröffentlichten Bildern der Angler fehlen der Drohne die Nase und der hintere Propeller. Solche Schäden treten beim Aufprall auf die Wasseroberfläche häufig auf. Die Herstellungskosten für eine LUCAS-Drohne belaufen sich auf etwa 35.000 Dollar (etwa 30.000 Euro).
Die Eglin Air Force Base überwacht ein riesiges Testgebiet über dem Golf von Mexiko. Laut offiziellen Angaben birgt das Militär dort jährlich etwa 100 abgeschossene oder abgestürzte Zieldrohnen. In dem aktuellen Fall waren die Angler jedoch schneller. Nach der Meldung des Fundes an die lokalen Behörden holten Mitarbeiter der Regierung das Fluggerät wenig später vom Hafen ab.
Das US-Militär hat das iranische Original durch Ingenieure des Unternehmens SpektreWorks detailliert analysieren und nachbauen lassen. Ziel war es ursprünglich, eigene Abwehrsysteme gegen die weltweit eingesetzten Drohnen zu testen. Die Weiterentwicklung zur eigenen Angriffswaffe zeigt, wie flexibel moderne Rüstungsprogramme auf aktuelle Bedrohungen reagieren. Das unbemannte System kam bereits bei der Operation Epic Fury zum Einsatz.
Wie bewertet ihr den Einsatz von günstigen Drohnenschwärmen im modernen Militär? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Angler finden vor Floridas Küste eine abgestürzte US-Militärdrohne
- Das Fluggerät ist ein Nachbau der iranischen Kampfdrohne Shahed-136
- Die US-Armee nutzt die Drohne als Trainingsziel und Angriffswaffe
- Der Stützpunkt Eglin Air Force Base bestätigte den Verlust der Drohne
- Die kostengünstigen Systeme sollen gegnerische Luftabwehr überlasten
- Behörden holten die beschädigte Drohne kurz nach dem Fund im Hafen ab
Angler bergen Militärdrohne
Am vergangenen Wochenende zog die Besatzung eines Fischerbootes vor der Küste von Pensacola im US-Bundesstaat Florida einen ungewöhnlichen Fang aus dem Golf von Mexiko. Statt Fischen barg das Team des Unternehmens Hot Spots Charters nämlich eine militärische Drohne aus dem Wasser. Der Fundort ist nicht zufällig, denn das unbemannte Flugobjekt trieb in der Nähe der Eglin Air Force Base, einem wichtigen Testgelände der US-Luftwaffe.Bei dem geborgenen Fluggerät handelt es sich um eine Kopie der iranischen Kampfdrohne Shahed-136. Das US-Militär nutzt den Nachbau unter der Bezeichnung FLM-136 zunächst als Zieldrohne für Trainingszwecke. Inzwischen existiert eine bewaffnete Variante namens LUCAS, was für Low-Cost Uncrewed Combat Attack System steht. Das Fluggerät weist eine Länge von 2,9 Metern sowie eine Spannweite von 2,5 Metern auf und wiegt rund 32 Kilogramm.
Wie The Warzone berichtet, hat ein Sprecher des Militärstützpunktes den Verlust eines Testobjekts bestätigt. Auf den veröffentlichten Bildern der Angler fehlen der Drohne die Nase und der hintere Propeller. Solche Schäden treten beim Aufprall auf die Wasseroberfläche häufig auf. Die Herstellungskosten für eine LUCAS-Drohne belaufen sich auf etwa 35.000 Dollar (etwa 30.000 Euro).
Geringe Kosten als Taktik
Der niedrige Preis ist ein zentraler Aspekt der militärischen Strategie. Die US-Streitkräfte setzen bei der Entwicklung auf Masse (nach Vorbild des Irans und anderer Länder, die auf solche Drohnen setzen), um feindliche Luftabwehrsysteme zu überlasten. Ein Verlust einzelner Einheiten während eines Tests oder Einsatzes ist dabei einkalkuliert. Die Kehrseite der Taktik zeigt sich jedoch in der Sicherheitsebene: Zivile Personen können relativ leicht mit militärischer Hardware in Kontakt kommen, wenn Testflüge wie hier über dem offenen Meer enden.Die Eglin Air Force Base überwacht ein riesiges Testgebiet über dem Golf von Mexiko. Laut offiziellen Angaben birgt das Militär dort jährlich etwa 100 abgeschossene oder abgestürzte Zieldrohnen. In dem aktuellen Fall waren die Angler jedoch schneller. Nach der Meldung des Fundes an die lokalen Behörden holten Mitarbeiter der Regierung das Fluggerät wenig später vom Hafen ab.
Das US-Militär hat das iranische Original durch Ingenieure des Unternehmens SpektreWorks detailliert analysieren und nachbauen lassen. Ziel war es ursprünglich, eigene Abwehrsysteme gegen die weltweit eingesetzten Drohnen zu testen. Die Weiterentwicklung zur eigenen Angriffswaffe zeigt, wie flexibel moderne Rüstungsprogramme auf aktuelle Bedrohungen reagieren. Das unbemannte System kam bereits bei der Operation Epic Fury zum Einsatz.
Wie bewertet ihr den Einsatz von günstigen Drohnenschwärmen im modernen Militär? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Erstes Drohnen-Duell auf See: Ukrainisches USV zerstört russisches Boot
- Huckepack auf Mach 4: Hermeus stellt Highspeed-Drohne Ramjet-X vor
- US-Militärtechnik verloren: Iran sichert autonome U-Boot-Drohne
- Chinas gigantische WZ-X-Drohne: Neue Bilder enthüllen seltsame Flügel
- Schöne neue Lieferwelt: Amazon-Drohne wirft Paket in Swimmingpool
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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