GTA-6-Leaker ruft Fans auf, Entwickler im echten Leben zu belästigen

Die Hackergruppe Cyberleek veröffentlicht nicht nur neues Material zu GTA 6, sondern fordert Fans zu echten Protesten auf. Vor den Büros von Rockstar Games sollen Spieler den Arbeitsalltag stören. Ziel ist die Rückkehr physischer Datenträger.
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WinFuture/KI-generiert

    Hackergruppe ruft zu Protesten auf

    Die (vermutlich mehreren) Verantwortlichen hinter den aktuellen Datenlecks zu Grand Theft Auto 6 gehen aktuell einen Schritt weiter. Die als Cyberleek bekannte Gruppierung veröffentlicht nicht nur unfertiges Gameplay-Material, sondern fordert die Spielerschaft nun aktiv auf, die Büros des Entwicklers Rockstar Games sowie des Publishers Take-Two im echten Leben aufzusuchen. Ziel der Aktion ist es, den Arbeitsalltag der Angestellten zu stören und zumindest eine Person hat das bereits getan.

    Hintergrund des Aufrufs sei die angebliche Unzufriedenheit der Hacker über die Entscheidung, das kommende Open-World-Spiel ohne physischen Datenträger auf den Markt zu bringen. Um weitere interne Videos freizuschalten, verlange Cyberleek, dass sich mindestens zehn Personen als Lauch verkleiden. Sie sollen sich mit Spiele-Discs in den Händen während der Arbeitszeit vor den Firmengebäuden versammeln, um ein Zeichen zu setzen.

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    Neben dem angeblichen Aktivismus für physische Medien steht aber auch ein finanzielles Interesse im Vordergrund. Die Gruppe lässt Fans darüber abstimmen, welche Inhalte als Nächstes veröffentlicht werden sollen, und verknüpft das mit monetären Zielen. Ein aktuelles Video wurde erst zugänglich gemacht, nachdem die eigene Kryptowährung der Hacker eine Marktkapitalisierung von rund drei Millionen Dollar (etwa 2,57 Millionen Euro) erreicht hatte.

    Dezentrale Server erschweren Löschung

    Wie Polygon schildert, stellt die technische Umsetzung der Leaks eine große Herausforderung für die Rechteinhaber dar. Die Daten werden über Arweave geteilt. Das ist ein dezentrales Netzwerkprotokoll, das Informationen dauerhaft speichert, ähnlich wie es bei Kryptowährungen der Fall ist. Herkömmliche Löschaufforderungen laufen oft ins Leere, da die Inhalte über verschiedene Zugangspunkte abrufbar bleiben.

    Rockstar Games und Take-Two versuchen derweil, die Identität der Täter aufzudecken. Dazu haben die Unternehmen rechtliche Schritte eingeleitet und fordern unter anderem von Microsoft, Discord und X die Herausgabe von Nutzerdaten. Intern herrsche Berichten zufolge Frust bei den Angestellten, da die nach früheren Vorfällen verschärften Sicherheitsmaßnahmen den erneuten Abfluss von Daten nicht hätten verhindern können.

    Obwohl die Firmen versuchen, die Situation unter Kontrolle zu bringen, verdeutlicht der Aufruf zu realen Protesten eine neue Qualität der Eskalation und es gibt nicht wenige, die das mit großer Sorge beobachten, da so etwas als Belästigung gesehen werden kann und sogar in Gewalt umschlagen könnte.

    Was haltet ihr von der Eskalation, dass Hacker nun zu Aktionen im echten Leben aufrufen? Teilt eure Gedanken und Meinungen gerne mit uns unten in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Die Hacker hinter den GTA-6-Leaks rufen zu realen Protesten auf
    • Sie fordern Protestaktionen vor den Büros von Rockstar Games
    • Grund für den Aufruf ist der Ärger über rein digitale Releases
    • Die Täter verfolgen mit Krypto-Deals auch finanzielle Ziele
    • Dezentrale Server erschweren die Löschung des Materials stark
    • Rockstar Games fordert Nutzerdaten von Microsoft, Discord und X

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