Wegen Betrügern beendet Valve den Verkauf physischer Steam-Karten

Valve zieht die Reißleine: Physische Steam-Guthabenkarten verschwinden bald aus den Regalen der Supermärkte und Elektronikmärkte. Der Grund für das Aus sind anhaltende Betrugsmaschen. Digitale Alternativen bleiben jedoch weiterhin bestehen.
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Aus für Karten im Einzelhandel

Das US-Unternehmen Valve stellt die Produktion und Auslieferung physischer Guthabenkarten für seine PC-Spieleplattform Steam vollständig ein. Einzelhändler weltweit werden ab sofort nicht mehr mit neuen Karten beliefert. Der Verkauf läuft nur noch so lange, bis die aktuellen Lagerbestände in den Geschäften komplett aufgebraucht sind. Damit endet ein Kapitel, das im Jahr 2012 mit der Einführung der Karten in Supermärkten und Elektronikfachmärkten begann.

Kunden haben voraussichtlich noch bis Ende dieses Jahres Zeit, die gedruckten Gutscheine im lokalen Handel zu erwerben. Bereits gekaufte Exemplare behalten ihre uneingeschränkte Gültigkeit und lassen sich weiterhin problemlos auf der Plattform einlösen. Das Einlösen unterliegt dabei lediglich den jeweiligen lokalen Gesetzen, Valve garantiert, dass kein Guthaben verloren geht.

Betrugsmaschen erzwingen Stopp

Als Hauptgrund für das Ende der physischen Karten gelten anhaltende Betrugsfälle, wie Valve auf der dazugehörigen Support-Seite erklärt (via SteamDB) berichtet, nutzen Kriminelle die Gutscheine zunehmend, um arglose Menschen weltweit um ihr Geld zu bringen. Die Täter fordern ihre Opfer oft auf, Steam-Karten zu kaufen und die entsprechenden Codes als Zahlungsmittel für angebliche Schulden, Gebühren oder Dienstleistungen zu übermitteln.


Valve versuchte in der Vergangenheit mehrfach, das Problem mit verschiedenen Maßnahmen gezielt einzudämmen. Dazu zählten die enge Zusammenarbeit mit Händlern und Strafverfolgungsbehörden sowie das Aufdrucken von sehr deutlichen Warnhinweisen auf den Karten. Zudem wurde die Einlösung strikt auf die Währung des jeweiligen Kontos beschränkt.

Ein automatischer Verkaufsstopp bei der Erkennung ungewöhnlicher Aktivitäten half ebenfalls nicht dauerhaft. Die umfassenden Schritte brachten insgesamt nicht den gewünschten langfristigen Erfolg, da sich die kriminellen Netzwerke stets anpassten und neue Wege fanden. Der endgültige Verkaufsstopp der physischen Karten ist nun die direkte Konsequenz aus der fortlaufenden Entwicklung.

Digitale Geschenke bleiben

Trotz des Endes der physischen Datenträger in den Geschäften bietet Valve weiterhin digitale Geschenkkarten an. Nutzer können das gewünschte Guthaben direkt über die Plattform an ihre Freunde oder Familienmitglieder senden. Ein großer Vorteil des digitalen Weges ist die deutlich höhere Sicherheit, da sich alle Transaktionen besser nachverfolgen lassen und ein Betrug stark erschwert wird.

Ein Nachteil der reinen Online-Lösung ist jedoch, dass Personen ohne ein eigenes Steam-Konto nun deutlich schwerer ein Geschenk für PC-Spieler erwerben können. Sie müssen künftig auf andere Zahlungsmethoden ausweichen oder Dritte um Hilfe bitten.

Kauft ihr noch physische Guthabenkarten oder nutzt ihr längst die digitalen Wege? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Valve stoppt weltweit die Produktion sowie Auslieferung der Steam-Karten
  • Anhaltende Betrugsfälle und kriminelle Maschen sind der Grund für das Aus
  • Der Verkauf läuft nur noch so lange, wie aktuelle Vorräte im Handel sind
  • Frühere Sicherheitsmaßnahmen konnten den Missbrauch nicht dauerhaft stoppen
  • Kunden können weiterhin digitale Geschenkkarten auf der Plattform kaufen
  • Personen ohne Konto haben es künftig schwerer, Geschenke zu erwerben

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