Gefahr auf Steam: Kriminelle bauen Spiel heimlich zu übler Malware um

Auf Steam treiben Betrüger erneut ihr Unwesen. Ein zunächst harmloses, familienfreundliches Spiel wurde nach Monaten durch ein Update in eine gefährliche Krypto-Malware verwandelt. Das FBI ermittelt bereits in ähnlichen Fällen.
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Weiteres Malware-Spiel auf Steam

In letzter Zeit häufen sich die Berichte über Malware auf Steam. Selbstreplizierende Viren verbreiten sich über den Steam Workshop und Hacker schleusen Malware in Spiele ein, die dann die Systeme der ahnungslosen Gamer befallen. Jetzt hat Valve einen weiteren Titel kurzfristig von seiner Plattform entfernt, nachdem unbekannte Täter unbemerkt schädliche Software eingeschleust hatten.

Bei dem Spiel handelt es sich um ein zuletzt als "Beyond The Dark" gelistetes Horror-Game. Ursprünglich erschien die Software jedoch bereits im Dezember 2024 unter dem Namen "Rodent Race". Zu jenem Zeitpunkt war der Code des damals familienfreundlichen Spiels absolut unbedenklich und passierte die Sicherheitskontrollen von Steam problemlos.

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Anfang Mai wandelten die Macher das harmlose Projekt durch weitreichende Updates dann komplett um. Laut der Analyse eines Entwicklers namens Eric Parker (via Insider Gaming) versteckten die Täter die schädlichen Routinen in einer Systemdatei namens UnityPlayer.dll. Aus dem ehemals niedlichen Spiel wurde so ein düsterer Horrortitel, der heimlich Nutzerdaten auslas, um an Passwörter für Krypto-Wallets zu gelangen.

Tarnung durch Updates

Der Vorfall zeigt eine Schwachstelle in den Prüfprozessen auf. Auf Steam müssen täglich hunderte neue Einreichungen kontrolliert werden, weshalb automatisierte Systeme zum Einsatz kommen. Das Vorgehen des nachträglichen Einschleusens von Schadcode bereitet Valve jedoch große Probleme. Betrüger nutzen zudem das Vertrauen der Nutzer aus, indem sie zunächst eine völlig saubere Software einreichen. Sobald die offizielle Freigabe erfolgt ist, wird die Anwendung durch Patches manipuliert und umbenannt. Die Täter warten oft Wochen oder Monate, bis sie zuschlagen.

Beyond The Dark verzeichnete nach der Umstellung auf das Horror-Genre sogar einen leichten Anstieg der Spielerzahlen. Die Änderung des Artstyles und der Spielmechanik wirkte auf Beobachter womöglich wie der Neuanfang eines gescheiterten Indie-Projekts. Erst als erfahrene Nutzer merkwürdige Hintergrundaktivitäten in ihren System-Ressourcen feststellten, folgten erste negative Bewertungen.

Ermittlungen laufen

Die US-Bundespolizei FBI ermittelt bereits seit Anfang des Jahres wegen ähnlicher Fälle. Videospiele wie "Chemia" oder "PirateFi" fielen in der jüngeren Vergangenheit durch exakt identische Muster auf. Die Behörden vermuten, dass hinter all diesen Angriffen dieselbe organisierte Tätergruppe stecken könnte, die gezielt die Sicherheitslücken der Gaming-Plattformen ausnutzt.

Obwohl Valve die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen Monaten spürbar verschärft hat, rutschen manipulierte Programme weiterhin durch das Raster. Ein klarer Vorteil des Systems ist die schnelle Reaktionszeit, sobald die Community Unregelmäßigkeiten meldet. Dennoch bleibt ein Restrisiko bestehen, insbesondere bei unbekannten und kostenlosen Titeln, die plötzlich ihre inhaltliche Ausrichtung komplett auf den Kopf stellen.

Schützt ihr euch mit besonderen Maßnahmen vor Malware auf Steam? Achtet ihr auf plötzliche Updates bei alten Spielen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Betrüger nutzen Horrorspiel "Beyond The Dark" für Krypto-Malware
  • Ursprüngliches Spiel war im Dezember 2024 völlig unbedenklich
  • Der Schadcode wurde mit Updates langsam eingeschleust
  • Ziel der Malware waren Passwörter für Krypto-Wallets ahnungsloser Nutzer
  • FBI ermittelt seit Anfang 2025 in ähnlichen Fällen
  • Valve verschärfte bereits die Sicherheitsvorkehrungen und löschte Spiel
  • Die Community erkennt verdächtige Updates oft schneller als automatisierte Systeme

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