Steam Deck: Epic-Chef Tim Sweeney spottet über Preiserhöhung

Nach einer Preiserhöhung für das Steam Deck übt Epic-Chef Tim Sweeney Kritik an Valve. Er wirft dem Konkurrenten vor, gestiegene Hardwarekosten auf die Kunden abzuwälzen, um den persönlichen Lebensstil von Geschäftsführer Gabe Newell zu finanzieren.
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Kritik an neuen Steam-Deck-Preisen

Valve hat die Preise für die mobile Konsole Steam Deck OLED angehoben. Das Modell mit 512 Gigabyte Speicher kostet nun 789 Dollar (etwa 681 Euro) statt zuvor 549 Dollar (etwa 474 Euro). Für das Modell mit einem Terabyte werden 949 Dollar (etwa 819 Euro) fällig.

Einem Preisaufschlag von bis zu 300 Dollar (im Fall des 1-TB-Modells) stehen unveränderte technische Spezifikationen gegenüber. Das Gerät verfügt weiterhin über die bekannten Bildschirme und Prozessoren. Als Grund für den Preisanstieg nennt das Unternehmen globale Logistikprobleme sowie eine weltweite Verknappung von Speicherbausteinen.

Tim Sweeney, Geschäftsführer von Epic Games, kritisierte das Vorgehen nun scharf. Er bemängelt, dass Käufer durch ihre Ausgaben die gestiegenen Bauteilkosten tragen müssen. Sweeney verwies hier ironisch auf Lieferkettenprobleme bei Bauteilen für Megayachten. Die Aussage zielt auf Valve-Chef Gabe Newell ab, der große Luxusschiffe besitzt.

Reaktionen der Spielerschaft

Wie Tim Sweeney auf X (via Notebookcheck) schreibt, sollte das Unternehmen die Mehrkosten für die Hardware selbst tragen. Valve erwirtschaftet durch den eigenen digitalen Marktplatz schätzungsweise zehn Milliarden US-Dollar (etwa 8,6 Milliarden Euro) pro Jahr.

Zahlreiche Spieler werfen Sweeney jedoch eine Doppelmoral vor. Während Valve seit dem Jahr 2019 keine größeren Entlassungen durchgeführt hat, musste Epic Games vor wenigen Monaten rund 1000 Angestellte entlassen. Epic Games betreibt mit dem Epic Games Store einen Konkurrenten zu Steam.


Konkurrenz wird attraktiver

Die Preiserhöhung verändert den Markt für tragbare Computer. Bisher galt das Steam Deck als günstige Alternative zu Geräten von Herstellern wie Asus, Lenovo oder MSI. Konkurrenten bieten mit dem Asus ROG Ally oder dem Lenovo Legion Go eigene Handheld-PCs an, die auf dem Betriebssystem Windows basieren.

Durch den Preisaufschlag rücken diese Handhelds preislich näher an die Hardware von Valve heran. In einigen Konfigurationen sind die Konkurrenzprodukte nun sogar günstiger als die Konsole von Valve. Ob das Unternehmen die hohen Verkaufszahlen bei den neuen Preisen halten kann, bleibt offen. Bisher waren die Modelle in Nordamerika oft kurz nach der Produktion ausverkauft.

Was meint ihr zu der Preiserhöhung von Valve? Teilt ihr die Kritik von Tim Sweeney oder seht ihr das anders? Schreibt eure Meinung gerne unten in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Valve erhöht die Preise für das Steam Deck OLED ohne technische Upgrades
  • Die Kosten für das Modell mit 512 Gigabyte steigen deutlich auf 789 Dollar
  • Logistikprobleme und Speicherknappheit dienen Valve als offizielle Begründung
  • Tim Sweeney kritisiert die Preisanpassung und verspottet den Firmenchef
  • Spieler werfen Sweeney wegen massiver Entlassungen bei Epic Doppelmoral vor
  • Konkurrenzprodukte von Asus und Lenovo werden preislich nun attraktiver

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