Windows: Microsoft verbessert endlich auch zugrundeliegenden Code

Microsoft arbeitet daran, die Geschwindigkeit von Windows 11 dauerhaft zu verbessern. Ein wichtiger Baustein ist der Wechsel zu nativen Anwendungen und die Optimierung des Frameworks WinUI 3. Erste Testergebnisse zeigen einen deutlichen Leistungssprung.
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Native Apps für Windows 11

Microsoft arbeitet derzeit an mehreren Fronten, um Windows 11 schneller zu machen. Neben einem Low-Latency-Profil, das bei Nutzern jedoch auf einige Kritik stößt, stellt das Unternehmen derzeit im Rahmen des internen Projekts K2 viele Systembereiche auf das native Framework WinUI 3 um. Das Ziel ist es, die Latenzen bei der Bedienung dank nativer Apps weiter zu verringern und die Ladezeiten von Basis-Programmen zu verkürzen.

Um das Problem der Systemträgheit an der Wurzel zu packen, stellen die Entwickler aber nicht nur von Web- auf native Anwendungen um, sondern verbessern auch die zugrundeliegende Plattform selbst. WinUI 3 dient als grafische Schnittstelle. Das Framework ersetzt ältere Architekturen und soll dem Betriebssystem durch Verbesserungen im Code künftig einen Leistungssprung bescheren.


Erste Benchmarks für den Explorer

Wie Microsoft auf GitHub berichtet, konzentriert sich das Team aktuell auf den Startvorgang von Programmen. Als primäre Werkzeuge für eine Erfolgsmessung dienen der Datei-Explorer und das Notepad. Die bisherigen Ergebnisse fallen Redmond zufolge positiv aus und zeigen einen stark reduzierten Ressourcenverbrauch. Das ist wichtig, da der Explorer zu den am häufigsten genutzten Werkzeugen gehört.

Die konkreten Verbesserungen beim Programmstart umfassen mehrere technische Aspekte:

  • 41 Prozent weniger Speicherzuweisungen
  • 63 Prozent weniger temporäre Zuweisungen
  • 45 Prozent weniger Funktionsaufrufe
  • 25 Prozent weniger Zeitaufwand für Code

Wie genau sich diese Ergebnisse auf konkrete Startzeiten von Apps auswirken, ist aber noch unklar. Die Anpassungen fließen jedoch bald in den Hauptentwicklungszweig ein. Auch das WinAppSDK, eine Sammlung von Werkzeugen für die App-Entwicklung, soll die Optimierungen erhalten. Bislang nutzten viele Programmierer noch ältere Bibliotheken, die mehr Arbeitsspeicher belegen. Durch den Wechsel auf die modernere Basis verspricht sich Microsoft ein flüssigeres Erlebnis für Anwender, selbst auf Computern mit schwächerer Hardware.

Neue Funktionen bringen Risiken

Die tiefgreifenden Code-Änderungen am Framework bergen jedoch ein gewisses Risiko für bestehende Software. Einige Optimierungen verändern die Standard-Steuerelemente. Das kann zu Fehlern in Drittanbieter-Apps führen, wenn Entwickler den Code nicht anpassen. Sie müssen die neuen Funktionen daher zunächst manuell aktivieren. In zukünftigen Versionen plant Microsoft, das neue Verhalten als Standard festzulegen.

Was haltet ihr von den Leistungsverbesserungen für Windows 11? Sind die grundlegenden Änderungen an WinUI 3 ein besserer Weg als ein Low-Latency-Modus? Teilt eure Erfahrungen mit der Systemgeschwindigkeit in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • Microsoft arbeitet an WinUI 3, um Windows 11 dauerhaft zu beschleunigen
  • Ziel ist die Verringerung von Latenzen und kürzere Ladezeiten
  • Erste Tests mit Datei-Explorer und Norepad sind vielversprechend
  • Speicherzuweisung sinkt um 41 Prozent, temporäre Zuweisungen um 63 Prozent
  • Funktionsaufrufe reduzieren sich um 45 Prozent
  • Die Optimierungen sollen in den Hauptentwicklungszweig einfließen
  • Ältere Bibliotheken werden durch modernere Basen ersetzt
  • Geänderte Steuerelemente könnten zu Fehlern in Drittanbieter-Apps führen

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