Brembo: Erste komplett flüssigkeitsfreie Bremsen gehen in Produktion
Der italienische Hersteller Brembo hat die Massenproduktion seines digitalen Bremssystems Sensify gestartet. Die neue Technologie verzichtet komplett auf Hydraulikflüssigkeit und setzt stattdessen auf kleine Elektromotoren an jedem Rad.
Ingenieure erhalten durch den Wegfall der starren Hydraulikleitungen wesentlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Motorraums und des gesamten Unterbodens. Sensify funktioniert über ein rein elektronisches Brake-by-Wire-System. Sensoren am Bremspedal erfassen, wie stark und schnell der Fahrer bremst. Ein Simulator im Fußraum erzeugt den gewohnten Widerstand, sodass sich das Fahrgefühl nicht spürbar verändert.
Die Steuereinheiten leiten die digitalen Befehle des Fahrers direkt an kleine Elektromotoren an jedem Rad weiter. Die Motoren pressen die Bremsbeläge an die Bremsscheiben. Wie The Drive unter Berufung auf eine Mitteilung von Brembo meldet, bringt der Verzicht auf die Hydraulik verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Mechanische Bauteile und der Wartungsaufwand für den regelmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit entfallen jedenfalls komplett.
Zudem spart das System Gewicht ein, was die Effizienz und die Reichweite der Fahrzeuge verbessern kann. Ein potenzieller Nachteil ist die vollständige Abhängigkeit von Software und Elektronik in einem absolut sicherheitskritischen Bereich. Details zu den exakten Ausfallsystemen und den redundanten Stromversorgungen sind bisher nicht öffentlich bekannt, werden für die Straßenzulassung jedoch zwingend vorausgesetzt.
Automobilhersteller können das Modul als Plattform in bestehende oder völlig neue Fahrzeugarchitekturen integrieren. Das System ist vollständig kompatibel mit modernen Fahrerassistenzsystemen und autonomen Fahrfunktionen. Laut Herstellerangaben lassen sich künftig Anpassungen am Bremsgefühl oder neue Sicherheitsfunktionen einfach per drahtlosem Software-Update nachrüsten, lange nachdem das Auto das Werk verlassen hat.
Brembo plant, in Zukunft jährlich viele Einheiten des Systems an Fahrzeughersteller auszuliefern. Die Fertigung ist skalierbar ausgelegt, um auf die wachsende Nachfrage schnell reagieren zu können.
Würdet ihr einem Auto mit rein elektronischen Bremsen vertrauen oder bevorzugt ihr die klassische Hydraulik? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren. Was denkt ihr darüber?
Brembo startet Sensify-Produktion
Anfang Mai 2026 hat der italienische Komponentenhersteller Brembo die Massenproduktion seines neuen Bremssystems Sensify begonnen. Die Technologie verzichtet vollständig auf Bremsflüssigkeit, Schläuche und den klassischen Hauptbremszylinder. Stattdessen werden digitale Signale genutzt, um die Fahrzeuge eines bisher ungenannten globalen Automobilherstellers zu verzögern. Das System soll in Kürze in den ersten Serienfahrzeugen auf den Straßen rollen.Ingenieure erhalten durch den Wegfall der starren Hydraulikleitungen wesentlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Motorraums und des gesamten Unterbodens. Sensify funktioniert über ein rein elektronisches Brake-by-Wire-System. Sensoren am Bremspedal erfassen, wie stark und schnell der Fahrer bremst. Ein Simulator im Fußraum erzeugt den gewohnten Widerstand, sodass sich das Fahrgefühl nicht spürbar verändert.
Brembo stellt sein neuartiges Bremssystem Sensify vor
Die Steuereinheiten leiten die digitalen Befehle des Fahrers direkt an kleine Elektromotoren an jedem Rad weiter. Die Motoren pressen die Bremsbeläge an die Bremsscheiben. Wie The Drive unter Berufung auf eine Mitteilung von Brembo meldet, bringt der Verzicht auf die Hydraulik verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Mechanische Bauteile und der Wartungsaufwand für den regelmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit entfallen jedenfalls komplett.
Zudem spart das System Gewicht ein, was die Effizienz und die Reichweite der Fahrzeuge verbessern kann. Ein potenzieller Nachteil ist die vollständige Abhängigkeit von Software und Elektronik in einem absolut sicherheitskritischen Bereich. Details zu den exakten Ausfallsystemen und den redundanten Stromversorgungen sind bisher nicht öffentlich bekannt, werden für die Straßenzulassung jedoch zwingend vorausgesetzt.
Vorteile der digitalen Steuerung
Die rein elektronische Steuerung ermöglicht es, jedes Rad unabhängig voneinander abzubremsen. Das System verarbeitet Daten wie Raddrehzahl, Lenkwinkel und Wetterbedingungen in Echtzeit. Zu den Kernaspekten gehören schnellere Reaktionszeiten als bei hydraulischen Systemen und eine deutlich bessere Stabilität auf Schnee durch die gezielte Einzelrad-Bremsung. Fahrer spüren zudem kein Pulsieren des Pedals mehr bei ABS-Eingriffen.Automobilhersteller können das Modul als Plattform in bestehende oder völlig neue Fahrzeugarchitekturen integrieren. Das System ist vollständig kompatibel mit modernen Fahrerassistenzsystemen und autonomen Fahrfunktionen. Laut Herstellerangaben lassen sich künftig Anpassungen am Bremsgefühl oder neue Sicherheitsfunktionen einfach per drahtlosem Software-Update nachrüsten, lange nachdem das Auto das Werk verlassen hat.
Brembo plant, in Zukunft jährlich viele Einheiten des Systems an Fahrzeughersteller auszuliefern. Die Fertigung ist skalierbar ausgelegt, um auf die wachsende Nachfrage schnell reagieren zu können.
Würdet ihr einem Auto mit rein elektronischen Bremsen vertrauen oder bevorzugt ihr die klassische Hydraulik? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren. Was denkt ihr darüber?
Zusammenfassung
- Brembo startet im Mai 2026 die Massenproduktion des Sensify-Systems
- Das Bremssystem arbeitet völlig ohne Hydraulikflüssigkeit und Schläuche
- Elektromotoren an jedem Rad übernehmen die Bremssättel-Steuerung
- Ein Simulator erzeugt gewohnten Bremswiderstand für das Fahrgefühl
- Jedes Rad lässt sich einzeln und unabhängig voneinander abbremsen
- Gewichtseinsparung und schnellere Reaktionszeiten sind klare Vorteile
- Komplette Abhängigkeit von Software in sicherheitskritischer Bremszone
- Sensify ist kompatibel mit Assistenzsystemen und autonomen Fahrfunktionen
- Per Software-Update sollen sich künftig neue Funktionen nachrüsten lassen
Was sind flüssigkeitsfreie Bremsen?
Das neue "Sensify"-System von Brembo ersetzt die klassische Hydraulik komplett durch digitale Signale. Statt Bremsflüssigkeit durch Leitungen zu pressen, werden elektronische Befehle an kleine Steuergeräte an jedem Rad gesendet.
Dort aktivieren Elektromotoren die Bremsbeläge direkt an der Bremsscheibe. Für IT-Profis ist das vergleichbar mit dem Wechsel von mechanischen Schaltern zu Drive-by-Wire-Technologie, was die Reaktionszeit deutlich verkürzt.
Dort aktivieren Elektromotoren die Bremsbeläge direkt an der Bremsscheibe. Für IT-Profis ist das vergleichbar mit dem Wechsel von mechanischen Schaltern zu Drive-by-Wire-Technologie, was die Reaktionszeit deutlich verkürzt.
Wie sicher ist Brembo Sensify?
Da die mechanische Verbindung fehlt, überwachen Sensoren den Pedaldruck und leiten die Daten in Echtzeit weiter. Das System berechnet Faktoren wie Lenkwinkel und Wetter, um den optimalen Bremsdruck für jedes Rad einzeln zu bestimmen.
Genaue Details zu den Ausfallsystemen (Fail-Safes) sind noch nicht öffentlich. Es heißt jedoch, dass die Architektur speziell für moderne Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren entwickelt wurde, was höchste Redundanz erfordert.
Genaue Details zu den Ausfallsystemen (Fail-Safes) sind noch nicht öffentlich. Es heißt jedoch, dass die Architektur speziell für moderne Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren entwickelt wurde, was höchste Redundanz erfordert.
Entfällt der Bremsflüssigkeitswechsel?
Ja, einer der größten praktischen Vorteile ist der Wegfall der Hydraulikflüssigkeit. Ohne Leitungen und Hauptbremszylinder gibt es keine Lecks mehr, und das lästige Entlüften der Bremsen in der Werkstatt gehört der Vergangenheit an.
Das spart nicht nur Wartungskosten, sondern reduziert auch das Gewicht an der Fahrzeugfront. Angeblich soll dies sogar die Handhabung des Autos verbessern und den Energieverbrauch bei Elektrofahrzeugen spürbar senken.
Das spart nicht nur Wartungskosten, sondern reduziert auch das Gewicht an der Fahrzeugfront. Angeblich soll dies sogar die Handhabung des Autos verbessern und den Energieverbrauch bei Elektrofahrzeugen spürbar senken.
Ändert sich das Fahrgefühl für mich?
Im Alltag wird man kaum einen Unterschied bemerken. Ein Simulator im Fußraum erzeugt den gewohnten mechanischen Widerstand am Bremspedal. Die Eingabe fühlt sich also völlig natürlich an, obwohl sie rein digital verarbeitet wird.
Bei starken Bremsungen oder in Kurven reagiert das Auto jedoch präziser. Da jedes Rad unabhängig gebremst wird, bleibt das Fahrzeug stabiler in der Spur. Das typische Ausbrechen oder Übersteuern wird dadurch stark minimiert.
Bei starken Bremsungen oder in Kurven reagiert das Auto jedoch präziser. Da jedes Rad unabhängig gebremst wird, bleibt das Fahrzeug stabiler in der Spur. Das typische Ausbrechen oder Übersteuern wird dadurch stark minimiert.
Gibt es Software-Updates für Bremsen?
Tatsächlich wird die Bremse durch Sensify zu einer softwaredefinierten Komponente. Automobilhersteller können das Bremsverhalten oder das Pedalgefühl künftig über Over-the-Air-Updates (OTA) anpassen, ähnlich wie bei einem Smartphone.
Das bedeutet, dass Sie Jahre nach dem Kauf neue Sicherheitsfunktionen oder optimierte Bremsprofile aufspielen könnten. Für IT-Anwender zeigt dies eindrucksvoll, wie tiefgreifend Software die klassische Mechanik im Auto ablöst.
Das bedeutet, dass Sie Jahre nach dem Kauf neue Sicherheitsfunktionen oder optimierte Bremsprofile aufspielen könnten. Für IT-Anwender zeigt dies eindrucksvoll, wie tiefgreifend Software die klassische Mechanik im Auto ablöst.
Helfen E-Bremsen bei Schnee und Eis?
Gerade bei widrigen Wetterbedingungen spielt das System seine Stärken aus. Konventionelle Bremsen verteilen den Druck oft gleichmäßig. Sensify hingegen passt die Bremskraft in Millisekunden individuell für jedes einzelne Rad an.
Rutscht etwa ein Rad auf einer Eisplatte, kann das System dort den Druck verringern und an den griffigeren Rädern erhöhen. Das Fahrzeug bleibt so deutlich besser kontrollierbar und bricht bei Notbremsungen weniger schnell aus.
Rutscht etwa ein Rad auf einer Eisplatte, kann das System dort den Druck verringern und an den griffigeren Rädern erhöhen. Das Fahrzeug bleibt so deutlich besser kontrollierbar und bricht bei Notbremsungen weniger schnell aus.
In welchen Autos gibt es die Technik?
Die Massenproduktion hat laut Brembo bereits im Mai 2026 für einen großen, weltweit agierenden Automobilhersteller begonnen. Aufgrund von Verschwiegenheitserklärungen (NDAs) ist der genaue Kunde jedoch noch streng geheim.
Es wird vermutet, dass die Technologie bald in Hunderttausenden Fahrzeugen jährlich zum Einsatz kommt. Besonders für künftige Robotaxis und hochautomatisierte E-Autos dürfte dieses Plug-and-Play-System ein neuer Standard werden.
Es wird vermutet, dass die Technologie bald in Hunderttausenden Fahrzeugen jährlich zum Einsatz kommt. Besonders für künftige Robotaxis und hochautomatisierte E-Autos dürfte dieses Plug-and-Play-System ein neuer Standard werden.
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