Auf der Überholspur: Wie Chinas Autobauer uns alt aussehen lassen
Chinas Autoindustrie ist auf dem Vormarsch. Hersteller wie Xpeng holen westliche nicht nur ein, sondern lassen sie vor allem technologisch weit hinter sich. Wir waren vor Ort und konnten uns überzeugen, dass die Zähne des Drachen immer schärfer werden.
Auf der anderen Seite ist man in China mit einem Beamtenapparat und seinen schier unzähligen Formularen konfrontiert. Der Pass wird ständig kopiert (und dann auch die Kopie mehrfach kopiert) und man muss Dinge machen, deren Sinn weder offensichtlich noch nachvollziehbar ist.
Vor der Autonomie liegt die Bürokratie
Und so führte der erste Weg der von Xpeng eingeladenen Journalistengruppe der "AI in Motion"-Medientour in das Kraftverkehrsamt von Guangzhou. Denn obwohl viele unter uns langjährige Autoreporter mit internationalem Führerschein sind und der Test ein selbstfahrendes System betrifft, so geht nichts ohne einen temporären "China-Lappen" - und dann ist ein ganzer Vormittag dahin.
Das liegt auch daran, dass alle verpflichtend ein chinesisches Verkehrserziehungsvideo (ohne Untertitel) ansehen müssen, in dem vor allem grausige Unfälle zu sehen sind.
Der Videozusammenschnitt dürfte auch schon älteren Datums sein, denn darin sind viele betagte Fahrzeuge zu sehen, die rein gar nichts mit der Realität auf den Straßen der chinesischen Großstädte zu tun haben. Auch der Autor dieser Zeilen ist einigermaßen baff, denn sein letzter China-Besuch liegt schon viele Jahre zurück.
So waren Autos (zugegebenermaßen vor gut 20 Jahren) auf den Straßen grundsätzlich in der Minderheit, es dominierten zudem Joint-Ventures mit westlichen Autobauern wie Volkswagen, General Motors, Honda und Toyota - sie machten damals etwa 70 bis 80 Prozent des Marktes aus.
Dennoch gibt es einen gewaltigen Unterschied: Während bei uns Elektroautos nach wie vor eher die Ausnahme oder zumindest in der Minderheit sind, dominieren sie in chinesischen Städten immer mehr das Bild. In etwa jedes zweite Fahrzeug ist ein Stromer, in Metropolen wie Peking, Shanghai oder Guangzhou werden monatlich weit über 60 Prozent an Elektroautos verkauft - Tendenz stark steigend.
VLA 2.0-Demonstration: Die Testflotte von Xpeng, das konkrete Modell ist der P7
Dabei muss man auch ein Vorurteil ansprechen, nämlich jenes, dass die chinesischen Autobauer ihre Stärke vor allem im Billigsegment haben. Zwar gibt es natürlich auch diverse einsteigerfreundliche Modelle, doch der chinesische Konkurrent wählt nach Möglichkeit die Mittel- oder Oberklasse, also hochwertige Sedans und SUVs. Die wirken nicht nur außen hochwertig, sondern auch vor allem innen: Hightech, wo man hinblickt, große Bildschirme, diverse Gadgets, also alles, was ein Nerd so braucht.
Das, so erzählt uns Sven De Smet, Head of Brand & Marketing Xpeng Europe, liegt vor allem daran, dass "für Chinesen der größte Luxus ist, wenn sie alleine sein können und das ist heute vor allem das Innere des Autos". Warum, muss man wohl nicht erklären, auch wenn China nicht länger das bevölkerungsreichste Land der Erde ist.
In China wesentlich leichter zu bekommen: ein grünes Nummernschild
Die Massen auf den Autobahnen und innerstädtischen Straßen müssen gebändigt werden und hier erklärt sich auch, dass es nicht einmal eine finanzielle Frage ist, ob und wann man ein Fahrzeug kaufen kann. In China kauft man zunächst nicht das Auto, sondern das Nummernschild. Das behält man auch ein Leben lang.
Ob und wann man ein (reguläres blaues) Nummernschild bekommt, hängt vom Glück ab, denn diese werden in vielen Großstädten verlost und sind teilweise extrem schwer zu bekommen. Bei grünen Nummernschildern für Elektroautos ist das deutlich anders: Diese sind wesentlich leichter zu bekommen als die Verbrandnervariante Das erklärt auch, warum Stromer so einen Siegeszug hinlegen.
Doch glaubt man den zahlreichen Kollegen aus der Motorpresse, darf man beeindruckt sein, vor allem im Vergleich zu Teslas autonomem Fahrerlebnis. VLA 2.0 ist demnach wesentlich smoother, also geschmeidiger als FSD, das zu einer eher ruckhaften und nervösen Fahrweise neigt.
Xpeng hat die Route auch so eingestellt, dass das Fahrzeug nicht nur auf breiten Hauptverkehrsrouten unterwegs ist, sondern auch auf eher rumpeligen Seitenstraßen, die kaum Platz für zwei Autos bieten.
Eingreifen müssen wir während der 40 Minuten nur einmal und das eigentlich nur aus Unerfahrenheit bzw. Vorsicht (und auch um auszuprobieren, wie es ist, wenn man dem System reinpfuscht). Doch VLA 2.0 lässt sich davon nicht beeindrucken und bringt das Fahrzeug umgehend sicher zurück auf Kurs.
Das VLA 2.0-System von Xpeng basiert auf einer modernen End-to-End-Architektur, die visuelle Daten ohne Umwege über separate Module für Wahrnehmung und Planung direkt in Fahrentscheidungen übersetzt. Die technische Grundlage bildet der hauseigene Turing-KI-Chip, der eine Rechenleistung von bis zu 2250 TOPS erreicht.
Für das Training des Modells wurden rund 100 Millionen Video-Clips aus extremen Verkehrssituationen genutzt, was laut Hersteller zu einer um 23 Prozent gesteigerten Fahreffizienz und einer Reduktion von abrupten Bremsmanövern um angeblich 99 Prozent führt. Das System ist speziell darauf ausgelegt, komplexe und aggressive urbane Umgebungen - wie den Verkehr in Peking - autonom zu bewältigen.
Und wie bereits erwähnt: Das klappt in der Praxis in der Tat erstaunlich gut. Das liegt vermutlich auch daran, dass sich die chinesischen Autofahrer schnell an die selbstfahrenden Autos gewöhnen (müssen). Denn die blauen Lichter am Heck und den Rückspiegeln, die die Selbstfahrfunktion signalisieren, sind immer häufiger zu sehen und selbst im wuseligen und staugeplagten Pekinger Verkehr scheinen die Autofahrer die neuen KI-Verkehrsteilnehmer immer besser wahrzunehmen.
Gewaltig und selbstbewusst: die Beijing Auto Show 2026
Die Autoshow ist aus gleich mehreren Gründen beeindruckend: einerseits aufgrund der schieren Masse, andererseits aufgrund der Tatsache, dass die Autos sich alle ziemlich ähnlich sehen. Das liegt vor allem an den strengen chinesischen Richtlinien hinsichtlich Unfallverhütung und Schadensminimierung bei Fußgängern. Das macht es den Designern schwer, ein einzigartiges Äußeres zu entwerfen und sich signifikant von der Konkurrenz abzuheben.
Das ist auch der Grund, warum das Innere des Autos und damit auch die Software eine so große Rolle spielt - und eben auch, warum Xpeng sich so auf autonome Systeme fokussiert - man braucht schlichtweg Alleinstellungsmerkmale wie VLA 2.0. Die Selbstfahr-KI soll den Kunden einen echten Kaufgrund liefern.
Die Software ist übrigens ohne zusätzliche Kosten erhältlich, das steht im Gegensatz zu Tesla. Zwar schließen die Verantwortlichen nicht aus, irgendwann einmal auf ein Bezahlmodell umzustellen, fürs erste soll es aber so bleiben. Das System soll im nächsten Jahr auch nach Europa kommen, allerdings will man sich bei Xpeng aufgrund von regulatorischen Hindernissen nicht genauer festlegen.
Man will aber an vorderster Position starten, wenn es soweit ist: "Das wird einige Zeit dauern, da einige dieser Technologien in Europa noch nicht zugelassen sind. Wir hoffen, dass sich die Vorschriften ändern werden. Sobald dies der Fall ist, wollen wir die Ersten sein, die diese Funktionen auf den Markt bringen", sagt Gu.
Eines ist aber am Ende dieser Reise klar: Der Ruf, dass chinesische Unternehmen als Billig-Hersteller eine Gefahr für die europäischen Branchendinosaurier sind, könnte falscher nicht sein. Denn in Hinblick auf Qualität stehen BYD, Xpeng, Geely und wie sie alle heißen den Konkurrenten aus dem Westen in nichts mehr nach - in Sachen Technologie überholen sie die meisten heimischen Autobauer wie ein Sportwagen einen klapprigen Kleinwagen auf einer deutschen Autobahn. Also mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit.
Der Vorsprung aus Fernost ist beeindruckend - aber ist er für die europäischen Traditionsmarken noch aufzuholen? Wir sind gespannt auf eure Einschätzung: Haben wir den Anschluss bereits verloren oder unterschätzen wir unsere eigenen Autobauer? Diskutiert mit uns!
Siehe auch:
Am Anfang war das Amt
Wir kamen, um die Zukunft zu sehen, aber bevor das möglich war, mussten wir die Banalität der Bürokratie hinter uns bringen. Denn China ist ein Land, das zwischen vielen Extremen steht. Auf der einen Seite gibt es Städte wie Shenzen und Guangzhou, die teilweise wie eine (saubere) Version von Blade-Runner aussehen.Auf der anderen Seite ist man in China mit einem Beamtenapparat und seinen schier unzähligen Formularen konfrontiert. Der Pass wird ständig kopiert (und dann auch die Kopie mehrfach kopiert) und man muss Dinge machen, deren Sinn weder offensichtlich noch nachvollziehbar ist.
Vor der Autonomie liegt die Bürokratie
Und so führte der erste Weg der von Xpeng eingeladenen Journalistengruppe der "AI in Motion"-Medientour in das Kraftverkehrsamt von Guangzhou. Denn obwohl viele unter uns langjährige Autoreporter mit internationalem Führerschein sind und der Test ein selbstfahrendes System betrifft, so geht nichts ohne einen temporären "China-Lappen" - und dann ist ein ganzer Vormittag dahin.
Das liegt auch daran, dass alle verpflichtend ein chinesisches Verkehrserziehungsvideo (ohne Untertitel) ansehen müssen, in dem vor allem grausige Unfälle zu sehen sind.
Der Videozusammenschnitt dürfte auch schon älteren Datums sein, denn darin sind viele betagte Fahrzeuge zu sehen, die rein gar nichts mit der Realität auf den Straßen der chinesischen Großstädte zu tun haben. Auch der Autor dieser Zeilen ist einigermaßen baff, denn sein letzter China-Besuch liegt schon viele Jahre zurück.
So waren Autos (zugegebenermaßen vor gut 20 Jahren) auf den Straßen grundsätzlich in der Minderheit, es dominierten zudem Joint-Ventures mit westlichen Autobauern wie Volkswagen, General Motors, Honda und Toyota - sie machten damals etwa 70 bis 80 Prozent des Marktes aus.
Chinesische Autobauer als neue Stärke
Das hat sich im Jahr 2026 fundamental geändert. Nicht nur haben heimische Autobauer die Dominanz übernommen, das Straßenbild hat sich fundamental geändert. Das klingt zwar offensichtlich, denn natürlich ist China schon lange im Zeitalter der persönlichen Mobilität auf vier Rädern angekommen.Dennoch gibt es einen gewaltigen Unterschied: Während bei uns Elektroautos nach wie vor eher die Ausnahme oder zumindest in der Minderheit sind, dominieren sie in chinesischen Städten immer mehr das Bild. In etwa jedes zweite Fahrzeug ist ein Stromer, in Metropolen wie Peking, Shanghai oder Guangzhou werden monatlich weit über 60 Prozent an Elektroautos verkauft - Tendenz stark steigend.
VLA 2.0-Demonstration: Die Testflotte von Xpeng, das konkrete Modell ist der P7
Dabei muss man auch ein Vorurteil ansprechen, nämlich jenes, dass die chinesischen Autobauer ihre Stärke vor allem im Billigsegment haben. Zwar gibt es natürlich auch diverse einsteigerfreundliche Modelle, doch der chinesische Konkurrent wählt nach Möglichkeit die Mittel- oder Oberklasse, also hochwertige Sedans und SUVs. Die wirken nicht nur außen hochwertig, sondern auch vor allem innen: Hightech, wo man hinblickt, große Bildschirme, diverse Gadgets, also alles, was ein Nerd so braucht.
Das, so erzählt uns Sven De Smet, Head of Brand & Marketing Xpeng Europe, liegt vor allem daran, dass "für Chinesen der größte Luxus ist, wenn sie alleine sein können und das ist heute vor allem das Innere des Autos". Warum, muss man wohl nicht erklären, auch wenn China nicht länger das bevölkerungsreichste Land der Erde ist.
In China wesentlich leichter zu bekommen: ein grünes Nummernschild
Die Massen auf den Autobahnen und innerstädtischen Straßen müssen gebändigt werden und hier erklärt sich auch, dass es nicht einmal eine finanzielle Frage ist, ob und wann man ein Fahrzeug kaufen kann. In China kauft man zunächst nicht das Auto, sondern das Nummernschild. Das behält man auch ein Leben lang.
Ob und wann man ein (reguläres blaues) Nummernschild bekommt, hängt vom Glück ab, denn diese werden in vielen Großstädten verlost und sind teilweise extrem schwer zu bekommen. Bei grünen Nummernschildern für Elektroautos ist das deutlich anders: Diese sind wesentlich leichter zu bekommen als die Verbrandnervariante Das erklärt auch, warum Stromer so einen Siegeszug hinlegen.
Blick auf die Testfahrt mit Xpengs autonomem System VLA 2.0
Xpengs VLA 2.0 beeindruckt
Auf den Straßen von Peking dürfen wir endlich hinter das Lenkrad und fragen uns, ob der Aufwand mit dem chinesischen Kraftverkehrsamt wirklich notwendig war. Denn wir dürfen VLA 2.0 (VLA steht für Vision-Language-Action) ausprobieren, das ist die Xpeng-Variante von Teslas Full-Self-Driving (FSD). Einen direkten Vergleich können wir zugegebenermaßen selbst nicht ziehen, da FSD in Deutschland noch nicht zugelassen ist.Doch glaubt man den zahlreichen Kollegen aus der Motorpresse, darf man beeindruckt sein, vor allem im Vergleich zu Teslas autonomem Fahrerlebnis. VLA 2.0 ist demnach wesentlich smoother, also geschmeidiger als FSD, das zu einer eher ruckhaften und nervösen Fahrweise neigt.
40 autonome Minuten auf den Straßen von Peking
Auch ohne den Tesla-Vergleich können wir diesen Eindruck bestätigen: Auf einer rund 40 Minuten langen Testfahrt in der Gegend des Pekinger Flughafens ist der Verkehr zwar nicht ganz so verrückt wie in Downtown Beijing, aber im Vergleich zu westlichen Innenstädten immer noch ein ziemliches Chaos.Xpeng hat die Route auch so eingestellt, dass das Fahrzeug nicht nur auf breiten Hauptverkehrsrouten unterwegs ist, sondern auch auf eher rumpeligen Seitenstraßen, die kaum Platz für zwei Autos bieten.
Persönliche Eindrücke während der VLA-2.0-Testfahrt in Peking
Eingreifen müssen wir während der 40 Minuten nur einmal und das eigentlich nur aus Unerfahrenheit bzw. Vorsicht (und auch um auszuprobieren, wie es ist, wenn man dem System reinpfuscht). Doch VLA 2.0 lässt sich davon nicht beeindrucken und bringt das Fahrzeug umgehend sicher zurück auf Kurs.
Das VLA 2.0-System von Xpeng basiert auf einer modernen End-to-End-Architektur, die visuelle Daten ohne Umwege über separate Module für Wahrnehmung und Planung direkt in Fahrentscheidungen übersetzt. Die technische Grundlage bildet der hauseigene Turing-KI-Chip, der eine Rechenleistung von bis zu 2250 TOPS erreicht.
Für das Training des Modells wurden rund 100 Millionen Video-Clips aus extremen Verkehrssituationen genutzt, was laut Hersteller zu einer um 23 Prozent gesteigerten Fahreffizienz und einer Reduktion von abrupten Bremsmanövern um angeblich 99 Prozent führt. Das System ist speziell darauf ausgelegt, komplexe und aggressive urbane Umgebungen - wie den Verkehr in Peking - autonom zu bewältigen.
Und wie bereits erwähnt: Das klappt in der Praxis in der Tat erstaunlich gut. Das liegt vermutlich auch daran, dass sich die chinesischen Autofahrer schnell an die selbstfahrenden Autos gewöhnen (müssen). Denn die blauen Lichter am Heck und den Rückspiegeln, die die Selbstfahrfunktion signalisieren, sind immer häufiger zu sehen und selbst im wuseligen und staugeplagten Pekinger Verkehr scheinen die Autofahrer die neuen KI-Verkehrsteilnehmer immer besser wahrzunehmen.
Beijing Auto Show 2026
Einen Tag später öffnet die Beijing Auto Show ihre Pforten und man kann nur beeindruckt sein, wie sich die vorwiegend chinesische Autoindustrie auf einer Gesamtausstellungsfläche von 380.000 Quadratmetern präsentiert. Knapp 1500 Fahrzeuge sind dort zu sehen, es ist an dieser Stelle wohl keine Überraschung, dass es sich zu einer überwältigenden Mehrheit um Elektroautos handelt.
Gewaltig und selbstbewusst: die Beijing Auto Show 2026
Die Autoshow ist aus gleich mehreren Gründen beeindruckend: einerseits aufgrund der schieren Masse, andererseits aufgrund der Tatsache, dass die Autos sich alle ziemlich ähnlich sehen. Das liegt vor allem an den strengen chinesischen Richtlinien hinsichtlich Unfallverhütung und Schadensminimierung bei Fußgängern. Das macht es den Designern schwer, ein einzigartiges Äußeres zu entwerfen und sich signifikant von der Konkurrenz abzuheben.
Das ist auch der Grund, warum das Innere des Autos und damit auch die Software eine so große Rolle spielt - und eben auch, warum Xpeng sich so auf autonome Systeme fokussiert - man braucht schlichtweg Alleinstellungsmerkmale wie VLA 2.0. Die Selbstfahr-KI soll den Kunden einen echten Kaufgrund liefern.
Autos für die Zukunft
Entsprechend selbstbewusst ist auch He Xiaopeng: "Unsere größte Stärke ist das autonome Fahren", sagt Gründer und Chef von Xpeng. Brian Gu, die Nummer 2 des Unternehmens ergänzt: "Das Besondere an Xpeng ist: Wenn Sie bei uns ein Auto kaufen, ist es zwar für die Zukunft konzipiert, löst aber gleichzeitig einige der aktuellen Probleme, mit denen Menschen im Alltag in Bezug auf Mobilität zu kämpfen haben."Die Software ist übrigens ohne zusätzliche Kosten erhältlich, das steht im Gegensatz zu Tesla. Zwar schließen die Verantwortlichen nicht aus, irgendwann einmal auf ein Bezahlmodell umzustellen, fürs erste soll es aber so bleiben. Das System soll im nächsten Jahr auch nach Europa kommen, allerdings will man sich bei Xpeng aufgrund von regulatorischen Hindernissen nicht genauer festlegen.
Man will aber an vorderster Position starten, wenn es soweit ist: "Das wird einige Zeit dauern, da einige dieser Technologien in Europa noch nicht zugelassen sind. Wir hoffen, dass sich die Vorschriften ändern werden. Sobald dies der Fall ist, wollen wir die Ersten sein, die diese Funktionen auf den Markt bringen", sagt Gu.
Eines ist aber am Ende dieser Reise klar: Der Ruf, dass chinesische Unternehmen als Billig-Hersteller eine Gefahr für die europäischen Branchendinosaurier sind, könnte falscher nicht sein. Denn in Hinblick auf Qualität stehen BYD, Xpeng, Geely und wie sie alle heißen den Konkurrenten aus dem Westen in nichts mehr nach - in Sachen Technologie überholen sie die meisten heimischen Autobauer wie ein Sportwagen einen klapprigen Kleinwagen auf einer deutschen Autobahn. Also mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit.
Der Vorsprung aus Fernost ist beeindruckend - aber ist er für die europäischen Traditionsmarken noch aufzuholen? Wir sind gespannt auf eure Einschätzung: Haben wir den Anschluss bereits verloren oder unterschätzen wir unsere eigenen Autobauer? Diskutiert mit uns!
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Chinas technische Visionen treffen oft auf eine träge Staatsbürokratie
- Heimische Elektroautos dominieren mittlerweile das heutige Straßenbild
- Grüne Nummernschilder fördern den Absatz von Elektroautos in Großstädten
- Das autonome System VLA 2.0 von Xpeng überzeugt durch sanfte Fahrweisen
- Auf der Beijing Auto Show stehen Software und Innenausbau im Vordergrund
- Qualitativ sind chinesische Hersteller den westlichen Autobauern ebenbürtig
- Xpeng plant den Markteintritt seiner autonomen Systeme für Europa ab 2027
Themen:
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