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5-Euro-Tracker in Grußkarte enttarnt 500-Millionen-Euro-Kriegsschiff
Ein simpler Bluetooth-Tracker für fünf Euro hat gereicht, um die geheime Position eines Kriegsschiffes im Mittelmeer zu enttarnen. Ein versteckter Sender in einer Grußkarte deckte eine Sicherheitslücke im System der niederländischen Militärpost auf.
Der Peilsender gelangte über das reguläre Postsystem des Militärs an Bord. Während versendete Pakete routinemäßig durch Röntgenscanner laufen, werden einfache Postkarten nicht durchleuchtet. So kam es, dass die flache Wanze unbemerkt auf dem Kriegsschiff landete.
Mit der Aktion wollten die Journalisten Sicherheitslücken aufdecken, um die Sicherheit des Marinepersonals für die Zukunft zu verbessern. Das Verteidigungsministerium sei vorab über die Ergebnisse und die geplante Veröffentlichung des Berichts informiert worden.
Der Weg der Grußkarte führte vom niederländischen Marinehafen in Den Helder über den Flughafen Eindhoven bis nach Heraklion auf der Insel Kreta. Dort bestätigten lokale Webcams, dass die Fregatte Evertsen am Kai lag. Mit dem dann an Bord gelangten Tracker ließ sich das Schiff präzise verfolgen. Nach dem Auslaufen übertrug der Bluetooth-Sender für weitere 24 Stunden Standortdaten.
Das Verteidigungsministerium stufte das konkrete Risiko im Nachhinein als gering ein, da sich der Flottenverband zum Zeitpunkt der Ortung in der Nähe eines sicheren Hafens befand. Die Herausforderung, sichere Kommunikationswege für Einsatzkräfte offenzuhalten, ohne durch günstige Massenelektronik sensible militärische Operationen zu gefährden, bleibt jedoch bestehen.
Verwendet ihr selbst Tracker, um Koffer, Fahrräder oder andere Dinge zu orten? Überwiegt für euch dabei der praktische Aspekt oder seht ihr solche Geräte eher als ein Risiko für die Privatsphäre und Sicherheit? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Sicherheitsproblem bei der Marine
Erst vor einigen Wochen hatte ein an Deck joggender Offizier durch die Verwendung einer Fitness-Tracking-App den Standort seines Flugzeugträgers verraten. Jetzt ist es zu einem weiteren, ganz ähnlichen Vorfall gekommen. Dieses Mal war ein handelsüblicher Bluetooth-Tracker für fünf Euro beteiligt, der in einer Grußkarte steckte. Durch ihn wurde die genaue Position der 500 Millionen Euro teuren, im Einsatz befindlichen niederländischen Luftverteidigungsfregatte Evertsen im Mittelmeer aufgedeckt.Der Peilsender gelangte über das reguläre Postsystem des Militärs an Bord. Während versendete Pakete routinemäßig durch Röntgenscanner laufen, werden einfache Postkarten nicht durchleuchtet. So kam es, dass die flache Wanze unbemerkt auf dem Kriegsschiff landete.
Aktion eines Nachrichtensenders
Wohl ohne die möglichen Konsequenzen zu bedenken, hatte das Verteidigungsministerium Anleitungen im Internet bereitgestellt, die es Familien von Besatzungsmitgliedern erleichtern sollten, Kontakt zu halten. Diese Informationen nutzte der lokale Nachrichtensender Omroep Gelderland im Rahmen einer Recherche und schmuggelte den Tracker ein.Mit der Aktion wollten die Journalisten Sicherheitslücken aufdecken, um die Sicherheit des Marinepersonals für die Zukunft zu verbessern. Das Verteidigungsministerium sei vorab über die Ergebnisse und die geplante Veröffentlichung des Berichts informiert worden.
Der Weg der Grußkarte führte vom niederländischen Marinehafen in Den Helder über den Flughafen Eindhoven bis nach Heraklion auf der Insel Kreta. Dort bestätigten lokale Webcams, dass die Fregatte Evertsen am Kai lag. Mit dem dann an Bord gelangten Tracker ließ sich das Schiff präzise verfolgen. Nach dem Auslaufen übertrug der Bluetooth-Sender für weitere 24 Stunden Standortdaten.
Gefahr durch alltägliche Technik
Der Vorfall zeigt, wie moderne Technik Streitkräfte zunehmend vor Herausforderungen stellt. Ein offengelegter Standort macht Schiffe angreifbar für feindliche Waffensysteme. Die niederländischen Behörden haben mittlerweile reagiert und den Versand von Grußkarten mit integrierten Batterien umgehend verboten. Der eingeschmuggelte Tracker wurde schließlich beim Sortieren der Post an Bord entdeckt und von den Sicherheitsverantwortlichen deaktiviert.Das Verteidigungsministerium stufte das konkrete Risiko im Nachhinein als gering ein, da sich der Flottenverband zum Zeitpunkt der Ortung in der Nähe eines sicheren Hafens befand. Die Herausforderung, sichere Kommunikationswege für Einsatzkräfte offenzuhalten, ohne durch günstige Massenelektronik sensible militärische Operationen zu gefährden, bleibt jedoch bestehen.
Verwendet ihr selbst Tracker, um Koffer, Fahrräder oder andere Dinge zu orten? Überwiegt für euch dabei der praktische Aspekt oder seht ihr solche Geräte eher als ein Risiko für die Privatsphäre und Sicherheit? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Fünf-Euro-Tracker in einer Grußkarte verrät Standort von Kriegsschiff
- Karte kam ungeprüft über Militärpost an Bord einer niederländischen Fregatte
- Journalisten verfolgten den Sender von Den Helder bis nach Kreta
- Webcams bestätigten HNLMS Evertsen im Hafen von Heraklion
- Nach Auslaufen sendete der Tracker noch 24 Stunden Positionsdaten
- Niederländisches Militär verbot infolge des Vorfalls Grußkarten mit Batterien
- Das Ministerium sah das Risiko als gering, die Grundproblematik bleibt
Siehe auch:
- Ukraine: Luft-Abfangdrohnen aus 2000 km Entfernung gesteuert
- 800 Mio. versenkt: US-Marine gibt U-Boot nach 10 Jahren Sanierung auf
- 8 Mrd. Dollar später: GPS der US-Militärs funktioniert immer noch nicht
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