TSMC hat Probleme: 2nm-Chips reichen nur für teuerste Smartphones

Die nächste Generation von Smartphone-Prozessoren auf Basis der 2-Nanometer-Fertigung könnte für viele Hersteller deutlich eingeschränkter verfügbar sein als bislang erwartet. Denn die Produktion bei TSMC läuft mit Hindernissen an.
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TSMC

Weniger Ausstoß als erwartet

Es gebe anhaltende Schwierigkeiten bei der Massenproduktion der hochkomplexen Chips, was zu knappen Kapazitäten und geringeren Ausbeuten führt, berichtet das US-Magazin WCCFTech. Im Zentrum der Entwicklung steht der Auftragsfertiger TSMC, der zwar als technologischer Vorreiter bei der 2nm-Lithografie gilt, jedoch laut Branchenbeobachtern noch nicht die notwendigen Ertragsraten für eine reibungslose Großserienfertigung erreicht hat.

Ein bekannter Brancheninsider berichtet dem Vernehmen nach, dass die aktuellen Yield-Werte zwar grundsätzlich die Produktion ermöglichen, jedoch nicht ausreichen, um die starke Nachfrage großer Smartphone-Hersteller vollständig zu bedienen. Hersteller könnten daher gezwungen sein, ihre Gerätepalette stärker zu differenzieren als ursprünglich geplant.


Besonders die leistungsstärksten 2nm-System-on-Chips sollen demnach zukünftig vor allem "Ultra"- oder "Pro Max"-Modellen vorbehalten bleiben, während günstigere Varianten mit abgespeckten Prozessoren ausgestattet werden könnten. Zusätzlich wird die Situation durch eine parallele Knappheit bei DRAM-Komponenten verschärft, die die Lieferketten weiter belastet.

Als mögliche Reaktion zeichnet sich bereits ein Trend zu Dual-Chip-Strategien ab. So wird etwa erwartet, dass Qualcomm zukünftig mit mehreren Varianten seiner kommenden Snapdragon-Generation arbeitet, darunter einem Standard- und einem Premium-Modell. Ähnliche Ansätze gelten auch bei Apple als wahrscheinlich, wo für die nächste iPhone-Generation unterschiedliche Leistungsstufen der A20-Serie diskutiert werden.

Differenzierung nötig

Auch MediaTek soll entsprechende Chips in verschiedenen Ausbaustufen planen, um Herstellern mehr Flexibilität bei der Gerätepositionierung zu bieten. Während die Top-Modelle die volle Leistung der neuen Fertigung nutzen würden, blieben die günstigeren Varianten technisch zurückhaltender.

Nicht zuletzt zeigt sich, dass selbst große Konkurrenten wie Samsung Schwierigkeiten haben, vergleichbare 2nm-Fertigungserträge zu erzielen wie TSMC, was den Wettbewerb um die modernsten Chip-Kapazitäten zusätzlich verschärft. Trotz der aktuellen Engpässe betonen Experten, dass die Situation nicht allein auf die Fertiger zurückzuführen sei. Auch die Preispolitik der Chip-Kunden sowie die hohe Komplexität der neuen Strukturtechnologien spielen eine entscheidende Rolle.

Zusammenfassung
  • TSMCs 2nm-Start stockt, Ausbeuten bleiben unter Erwartungen der Branche
  • Knappere Kapazitäten begrenzen 2nm-Chips für viele Hersteller
  • Top-SoCs landen wohl vor allem in Ultra- und Pro-Max-Modellen
  • DRAM-Knappheit verschärft Engpässe entlang der Lieferketten spürbar
  • Qualcomm, Apple und MediaTek planen wohl abgestufte Chipserien
  • Auch Samsung ringt mit 2nm-Erträgen, der Wettbewerb nimmt zu

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