USA zuerst: YouTube macht alle seine Premium-Abos deutlich teurer

YouTube erhöht ohne Vorwarnung die Preise für seine Premium-Abos in den USA. Die Aufschläge fallen teils deutlich aus und betreffen alle Tarife. Da die letzte Anpassung in Deutschland schon länger her ist, droht womöglich auch hierzulande bald ein Preissprung.
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Preise für Premium steigen

YouTube sorgt gerade wieder für einige negative Schlagzeilen. Nachdem die Videoplattform von Google Nutzer mit Captchas in nerviger Endlosschleife und 90-sekündigen, unüberspringbaren Werbeclips quälte, hat der Dienst in den USA jetzt still und leise die Preise für seine Premium-Abos angehoben. Kunden zahlen damit ab dem nächsten Abrechnungszeitraum bis zu vier US-Dollar (etwa drei Euro) mehr pro Monat. Der Google-Mutterkonzern informierte bestehende Abonnenten lediglich per E-Mail über die anstehenden Änderungen. Eine offizielle Pressemitteilung blieb aus.

Die Preise kletterten spürbar. Das Einzelabo kostet nun 15,99 Dollar (etwa 14 Euro) statt wie zuvor 13,99 Dollar (etwa 13 Euro). Auch der Jahrestarif steigt entsprechend. Für das Familienabo werden sogar 26,99 Dollar (etwa 25 Euro) statt wie bisher 22,99 Dollar (etwa 21 Euro) fällig.


Aussicht für deutsche Kunden

Wie einige Reddit-Nutzer (via PiunikaWeb) berichten, betrifft die Teuerung selbst den erst 2025 eingeführten Lite-Tarif. Der Tarif kostet ab sofort 8,99 Dollar (etwa 8 Euro) anstelle von 7,99 Dollar (etwa 7 Euro). Der Plan bietet werbefreien Konsum bei fast allen Videos, schließt aber Musikinhalte sowie Shorts aus. Ein Vorteil von Premium Lite bleibt das Hintergrund-Abspielen von Videos. Nutzer müssen jedoch auf den Zugriff auf YouTube Music komplett verzichten.

Auf die Preise der Abos deutscher Nutzer hat die Entwicklung in den USA zunächst keine direkten Auswirkungen. Die letzte Preisanpassung liegt hierzulande jedoch schon über zwei Jahre zurück, weshalb ein baldiger Anstieg der Preise auch im europäischen Raum nicht ausgeschlossen ist. Auch andere Videoplattformen wie Netflix und Amazon hatten zuletzt ihre Preise erhöht.

Hintergründe zur Preispolitik

Als Begründung für die höheren Abo-Gebühren nennt YouTube in Mails an seine Kunden die fortlaufende Verbesserung des Dienstes sowie die finanzielle Unterstützung der Ersteller der Inhalte. Viele Anwender kritisieren jedoch, dass der Plattform im Gegensatz zu anderen Streaming-Diensten teure Eigenproduktionen fehlen. Das Angebot stützt sich fast ausschließlich auf nutzergenerierte Videos. Die massive Erhöhung stößt bei vielen Abonnenten deshalb auf Unverständnis.

Wer die neuen Preise nicht zahlen möchte, dem bleibt nicht viel mehr übrig, als sein Abo zu kündigen. Gleichzeitig geht YouTube jedoch immer schärfer gegen Werbeblocker vor und erschwert deren Nutzung. Wer Videos ohne Unterbrechung sehen möchte, hat demnach immer weniger Alternativen zu den immer teurer werdenden Premium-Abos der Plattform.

Nutzt ihr aktuell ein kostenpflichtiges Abonnement für werbefreie Videos oder setzt ihr weiter auf Werbeblocker? Teilt eure Meinung zu den steigenden Kosten gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • YouTube erhöht in den USA ohne Vorwarnung die Preise aller Premium-Tarife
  • Einzelabo kostet nun 15,99 Dollar (etwa 14 Euro) statt 13,99 Dollar (etwa 13 Euro), Familienabo 26,99 Dollar (etwa 25 Euro)
  • Auch der 2025 gestartete Lite-Tarif steigt von 7,99 Dollar (etwa 7 Euro) auf 8,99 Dollar (etwa 8 Euro)
  • In Deutschland gab es seit über zwei Jahren keine Anpassung der Abo-Preise
  • YouTube begründet die Erhöhung mit Dienstverbesserung und Creator-Förderung

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