30 % teurere Speicherchips:
Samsung will KI-Anbieter richtig schröpfen
Der südkoreanische Konzern Samsung will die Pläne von Nvidia, Meta, Google, Microsoft & Co für den massiven Ausbau ihrer Kapazitäten im Bereich der "Künstlichen Intelligenz" ausnutzen und erheblich höhere Preise für die neuen HBM4-Speichermodule verlangen.
Laut einem Bericht des koreanischen Wirtschaftsdiensts Chosun will Samsung die Preise für HBM4-Speicher um bis zu 30 Prozent höher ansetzen als bisher angenommen. Für jedes Modul will man angeblich rund 700 US-Dollar verlangen, während der Konkurrent SK Hynix laut früheren Berichten im August 2026 gegenüber Nvidia einen Preis von 500 Dollar pro Modul angesetzt hatte.
Die operative Gewinnmarge von Samsung soll bei dem HBM4-Speicher bei 50 bis 60 Prozent liegen und damit deutlich höher sein als sonst üblich. Angesichts derart gigantischer Gewinnaussichten dürfte es nicht überraschen, dass Samsung, SK Hynix und Micron allesamt ihre Kapazitäten für "normalen" Arbeitsspeicher vom Typ DDR4 oder DDR5 teilweise reduziert haben, um Raum für die HBM4-Fertigung zu schaffen.
Samsung hatte erst in der letzten Woche verkündet, dass man die Massenfertigung aufgenommen hat und erste Produkte an kommerzielle Kunden ausgeliefert wurden. In naher Zukunft will auch SK Hynix mit der Massenproduktion beginnen - und dann genau wie Samsung Preise jenseits der 700-Dollar-Marke für jedes Modul verlangen.
Ein HBM4-Modul hat aktuell typischerweise eine Kapazität von 48 oder auch 64 GB und erreicht Bandbreiten jenseits der Marke von einem Terabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: DDR4- oder DDR5-Arbeitsspeicher erreicht theoretisch höchstens ein wenig mehr als 300 GB/s, meist jedoch erheblich weniger.
Siehe auch:
Auch die KI-Firmen zahlen deutlich mehr für Speicher
Samsung und ebenfalls südkoreanische Speicherspezialist SK Hynix profitieren massiv vom KI-Boom. Während andere Geschäftsbereiche unter den stark gestiegenen Preisen leiden, will Samsungs Speichersparte seine KI-Kunden beim Verkauf von High-Bandwidth-Memory der vierten Generation (HBM4) offenbar kräftig zur Kasse bitten.Laut einem Bericht des koreanischen Wirtschaftsdiensts Chosun will Samsung die Preise für HBM4-Speicher um bis zu 30 Prozent höher ansetzen als bisher angenommen. Für jedes Modul will man angeblich rund 700 US-Dollar verlangen, während der Konkurrent SK Hynix laut früheren Berichten im August 2026 gegenüber Nvidia einen Preis von 500 Dollar pro Modul angesetzt hatte.
Samsung kann als erster Anbieter HBM4 liefern
Samsung will mit der drastisch teureren Preisgestaltung angeblich seine besondere Stellung im Markt ausnutzen, schließlich ist man der erste Hersteller, der in der Lage ist, HBM4-Speichermodule aus der Massenfertigung in großen Stückzahlen zu liefern. Die Technologieriesen rund um Nvidia, die darauf hinarbeiten, möglichst schnell hunderte Milliarden Dollar in den Aufbau neuer KI-Rechenzentren zu pumpen, sind letztlich darauf angewiesen, dass sie den Speicher dabei nutzen können.Die operative Gewinnmarge von Samsung soll bei dem HBM4-Speicher bei 50 bis 60 Prozent liegen und damit deutlich höher sein als sonst üblich. Angesichts derart gigantischer Gewinnaussichten dürfte es nicht überraschen, dass Samsung, SK Hynix und Micron allesamt ihre Kapazitäten für "normalen" Arbeitsspeicher vom Typ DDR4 oder DDR5 teilweise reduziert haben, um Raum für die HBM4-Fertigung zu schaffen.
Samsung hatte erst in der letzten Woche verkündet, dass man die Massenfertigung aufgenommen hat und erste Produkte an kommerzielle Kunden ausgeliefert wurden. In naher Zukunft will auch SK Hynix mit der Massenproduktion beginnen - und dann genau wie Samsung Preise jenseits der 700-Dollar-Marke für jedes Modul verlangen.
Ein HBM4-Modul hat aktuell typischerweise eine Kapazität von 48 oder auch 64 GB und erreicht Bandbreiten jenseits der Marke von einem Terabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: DDR4- oder DDR5-Arbeitsspeicher erreicht theoretisch höchstens ein wenig mehr als 300 GB/s, meist jedoch erheblich weniger.
Zusammenfassung
- Samsung plant Preiserhöhung von bis zu 30 Prozent für HBM4-Speicher
- Preis pro HBM4-Modul soll bei Samsung etwa 700 US-Dollar betragen
- Konkurrent SK Hynix hatte zuvor 500 Dollar pro Modul für Nvidia angesetzt
- Samsung nutzt seine Marktposition als erster Massenhersteller von HBM4
- Operative Gewinnmarge bei HBM4-Speichern soll 50 bis 60 Prozent erreichen
- Speicherhersteller reduzieren DDR4/DDR5-Produktion zugunsten von HBM4
- HBM4-Module mit 48-64 GB erreichen Bandbreiten über 1 Terabyte/Sekunde
Siehe auch:
- Samsung Galaxy S26, S26+ & S26 Ultra doch mit Gratis-Speicherupgrade
- Samsung T7 & T9: Neue MicroSD-Speicherkarten als Lösung in der Krise?
- Preisexplosion dank Speicherkrise: Samsung Galaxy S26 wohl viel teurer
- Samsung 'verursacht' Speicherknappheit und warnt nun vor Preisanstieg
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Thema:
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