GameStop schließt Hunderte Shops, damit CEO Milliarden erhalten kann
GameStop beginnt das Jahr 2026 mit einem radikalen Kahlschlag und schließt allein im Januar über 400 US-Filialen. Hinter den harten Sparmaßnahmen steht ein ehrgeiziges Ziel: CEO Ryan Cohen winkt ein Aktienpaket im Wert von bis zu 35 Milliarden Dollar.
Die Bedingung dafür ist jedoch an eine extrem hohe Hürde gekoppelt, denn der Börsenwert des Unternehmens muss auf 100 Milliarden Dollar (etwa 85,8 Milliarden Euro) steigen. Für den Manager steht viel auf dem Spiel, da er kein reguläres Gehalt bezieht, sondern ausschließlich erfolgsabhängig vergütet wird.
Für die Angestellten kam dieser Schritt in vielen Fällen völlig überraschend und ohne Vorwarnung. Berichten zufolge erfuhren zahlreiche Mitarbeiter erst durch Aushänge an den Ladentüren oder extrem kurzfristige E-Mails, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Kunden stehen vielerorts vor leeren Regalen oder verschlossenen Eingängen und werden teilweise nur noch per QR-Code auf Online-Angebote oder Trade-In-Aktionen verwiesen.
Das Vorgehen markiert einen der aggressivsten Monate in der Geschichte des Einzelhändlers, was die reine Anzahl der Filialschließungen betrifft. Auch gut laufende Standorte blieben von den Maßnahmen nicht verschont, was bei der verbliebenen Belegschaft für Unverständnis und Frust sorgt.
Das Muster ist Beobachtern bekannt: Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich GameStop aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Irland vollständig zurückgezogen. Auch in Frankreich und Kanada stehen die Zeichen zunehmend auf Abschied, da das Unternehmen versucht, unrentable Märkte abzustoßen und sich gesundzuschrumpfen. Das Unternehmen wandelt sich dabei immer mehr von einem klassischen Einzelhändler zu einer Art Investment-Holding, die versucht, mit dem vorhandenen Kapital neue Geschäftsfelder zu erschließen, während das Kerngeschäft mit physischen Datenträgern langsam austrocknet.
Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Status und den Zielen für Cohens Mega-Bonus ist gewaltig und wirkt auf viele Marktbeobachter unrealistisch. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei knapp 9,5 Milliarden Dollar (etwa 8,1 Milliarden Euro). Um die volle Vergütung freizuschalten, müsste sich der Unternehmenswert also mehr als verzehnfachen. Das erscheint angesichts der aktuellen Geschäftszahlen schwierig: Die Umsätze bei Hardware und Software sind zuletzt massiv eingebrochen, da immer mehr Konsolen ohne Laufwerk verkauft werden und der digitale Vertrieb dominiert.
Der radikale Umbau bei GameStop wirft Fragen zur Zukunft des physischen Spielehandels auf. Glaubt ihr, dass Ryan Cohen das Ruder noch herumreißen kann, oder ist das Ende der Ladenkette besiegelt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Kahlschlag für gigantischen Börsenwert
GameStop beginnt das Jahr 2026 mit einer massiven Reduktion seiner physischen Präsenz und setzt den Rotstift drastischer an als je zuvor. Allein im laufenden Januar wurden oder werden über 400 Filialen in 42 US-Bundesstaaten geschlossen. Das Ziel dieser harten Sparmaßnahmen scheint eindeutig definiert: CEO Ryan Cohen könnte Aktienoptionen im Wert von bis zu 35 Milliarden Dollar (etwa 30 Milliarden Euro) erhalten.Die Bedingung dafür ist jedoch an eine extrem hohe Hürde gekoppelt, denn der Börsenwert des Unternehmens muss auf 100 Milliarden Dollar (etwa 85,8 Milliarden Euro) steigen. Für den Manager steht viel auf dem Spiel, da er kein reguläres Gehalt bezieht, sondern ausschließlich erfolgsabhängig vergütet wird.
Für die Angestellten kam dieser Schritt in vielen Fällen völlig überraschend und ohne Vorwarnung. Berichten zufolge erfuhren zahlreiche Mitarbeiter erst durch Aushänge an den Ladentüren oder extrem kurzfristige E-Mails, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Kunden stehen vielerorts vor leeren Regalen oder verschlossenen Eingängen und werden teilweise nur noch per QR-Code auf Online-Angebote oder Trade-In-Aktionen verwiesen.
Das Vorgehen markiert einen der aggressivsten Monate in der Geschichte des Einzelhändlers, was die reine Anzahl der Filialschließungen betrifft. Auch gut laufende Standorte blieben von den Maßnahmen nicht verschont, was bei der verbliebenen Belegschaft für Unverständnis und Frust sorgt.
Rückzug aus dem internationalen Geschäft
Der strikte Fokus auf Kosteneffizienz im US-Markt bedeutet gleichzeitig einen weiteren Rückzug aus anderen Regionen der Welt. Wie GamesIndustry.biz unter Berufung auf neuseeländische Medien berichtet, ist auch die dortige Tochtergesellschaft EB Games akut von potenziellen Schließungen bedroht.Das Muster ist Beobachtern bekannt: Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich GameStop aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Irland vollständig zurückgezogen. Auch in Frankreich und Kanada stehen die Zeichen zunehmend auf Abschied, da das Unternehmen versucht, unrentable Märkte abzustoßen und sich gesundzuschrumpfen. Das Unternehmen wandelt sich dabei immer mehr von einem klassischen Einzelhändler zu einer Art Investment-Holding, die versucht, mit dem vorhandenen Kapital neue Geschäftsfelder zu erschließen, während das Kerngeschäft mit physischen Datenträgern langsam austrocknet.
Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Status und den Zielen für Cohens Mega-Bonus ist gewaltig und wirkt auf viele Marktbeobachter unrealistisch. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei knapp 9,5 Milliarden Dollar (etwa 8,1 Milliarden Euro). Um die volle Vergütung freizuschalten, müsste sich der Unternehmenswert also mehr als verzehnfachen. Das erscheint angesichts der aktuellen Geschäftszahlen schwierig: Die Umsätze bei Hardware und Software sind zuletzt massiv eingebrochen, da immer mehr Konsolen ohne Laufwerk verkauft werden und der digitale Vertrieb dominiert.
Der radikale Umbau bei GameStop wirft Fragen zur Zukunft des physischen Spielehandels auf. Glaubt ihr, dass Ryan Cohen das Ruder noch herumreißen kann, oder ist das Ende der Ladenkette besiegelt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- GameStop schließt im Januar 2026 über 400 Filialen in den USA
- CEO Ryan Cohen könnte bei Erreichung der Ziele 35 Milliarden Dollar erhalten
- Für viele Angestellte kamen die Schließungen ohne Vorwarnung und sehr plötzlich
- Auch gut laufende Standorte waren von den Sparmaßnahmen betroffen
- GameStop hat sich bereits aus mehreren europäischen Märkten zurückgezogen
- Der Börsenwert müsste auf 100 Milliarden Dollar steigen für Cohens Bonus
- Die Zukunft des physischen Spielehandels steht durch diesen Umbau infrage
Siehe auch:
- Switch 2 und Tacker bei eBay: GameStop-Panne wird zur Goldgrube
- GameStop muss Geschäfte verkaufen, CEO jammert über "Wokeness"
- Schluss, aus, vorbei: Gamestop schließt in Kürze alle deutschen Filialen
- GameStop und AMC: Meme-Aktien sind zurück, schießen in die Höhe
- Weiterer Job-Kahlschlag bei GameStop: Umsätze bleiben enttäuschend
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